CS macht Gewinn und will 3,5 Milliarden sparen

Die CS schreibt im dritten Quartal einen Gewinn von 779 Millionen Franken.
Die CS schreibt im dritten Quartal einen Gewinn von 779 Millionen Franken. © ©Vincent Isore/IP3 ; Lucerne, Switzerland July 2015 - View of a Credit Suisse private bank offices.. (KEYSTONE/MAXPPP/Vincent Isore )
Die Grossbank Credit Suisse (CS) hat trotz schwierigem Umfeld auch im dritten Quartal Gewinn gemacht. Unter dem Strich bleiben 779 Mio. Franken. Das ist weit mehr als von einigen Analysten erwartet, aber weniger als im Vorjahresquartal.


Damals schrieb die Bank über eine Milliarde Gewinn. Sowohl im Privat Banking & Wealth Management wie auch im Investmentbanking seien die Ergebnisse durch geringe Kundenaktivitäten und ungünstige Marktbedingungen beeinträchtigt gewesen, schreibt die CS in der Mitteilung vom Mittwoch. Die Investmentbank schrieb einen Vorsteuerverlust von 125 Mio. Franken. Im Privat Banking & Wealth Management blieb aber ein Gewinn.

Der konzernweite Vorsteuergewinn betrug 861 Mio. Franken, was ebenfalls tiefer ist als im Vorjahresvergleich. Die Netto-Neugeldzuflüsse bezeichnet die Bank mit 16,4 Mrd. Franken als stark. Die Kennzahlen stehen aber dieses Mal nicht so sehr im Zentrum des Interesses. Einige Analysten hatten zwar Verluste erwartet. Doch mit viel mehr Spannung wurde erwartet, welche Strategie der neue Konzernchef einschlägt.

Spar- und Umbaubprogramm

Bis Ende 2018 will die Credit Suisse 3,5 Milliarden Franken einsparen. Zudem soll die Organisation gestrafft und ein Teil der Schweizer Bank an die Börse gebracht werden. Auch will die Bank das Kapitalpolster mit zwei Massnahmen um 6,05 Milliarden Franken verbessern. Der neue CS-Chef Tidjane Thiam verfolgt mit dem Spar- und Umbauprogramm drei Ziele. So soll die Credit Suisse im Heimmarkt Schweiz gestärkt werden.

Dazu will Thiam diesen Unternehmensteil an die Börse bringen. Zweitens will der neue Chef die Vermögensverwaltung und das Private Banking weiter ausbauen. Insbesondere soll dabei dieses Geschäft in Asien weiter vorangetrieben werden. Diesem Bereich soll künftig auch mehr Kapital zur Verfügung stehen. Und Drittens soll die Investmentbank auf die richtige Grösse gebracht werden, wie es in der Mitteilung heisst. Ziel dabei ist es, das Investmentbanking profitabler und gleichzeitig weniger volatil und kapitalintensiv zu machen.

Keine US-Vermögensverwaltungskunden mehr

Die Grossbank Credit Suisse will künftig in den USA nicht mehr direkter Ansprechpartner für vermögende Kunden sein. Demgegenüber sollen die Dienstleistungen – wie zum Beispiel das Investmentbanking – für reiche Kunden weitergeführt werden.

Das Privatbanking-Geschäft in den USA der Credit Suisse sei zurzeit nicht so positioniert, dass es ohne beträchtliche Investitionen mit der Konkurrenz mithalten und die von der CS angestrebten Profitabilitätsziele erreichen könne, schreibt die CS. Darum habe die Grossbank entschieden, dass Geschäftsmodell dieser Geschäftseinheit anzupassen.

Konkret hat die Credit Suisse mit der US-Bank Wells Fargo ein Abkommen unterzeichnet, die es den US-Beratern der CS und ihren Klienten erlaubt, per Anfang 2016 zu Wells Fargo zu wechseln. Credit Suisse trennt sich also in den USA vom direkten Kundengeschäft. Die Dienstleistungen für diesen Geschäftsbereich dagegen, das Investmentbanking und das Asset Management, will die CS weiterführen. Credit Suisse hat mit Wells Fargo vereinbart, dass die Schweizer Grossbank diese Dienstleistungen für das Netz der US-Bank anbieten soll.

(SDA)

 


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