CVP wendet sich von Stapi ab

Erich Zoller tritt im zweiten Wahlgang an.
Erich Zoller tritt im zweiten Wahlgang an. © Erich Zoller/CVP
Die CVP Rapperswil-Jona gibt ihren langjährigen Stadtpräsidenten auf. In einer Mitteilung heisst es, Erich Zoller wurde verunglimpft, die Wählerinnen und Wähler seien genarrt worden. Die CVP empfiehlt deshalb mit Peter Göldi einen anderen Kandidaten. Zoller tritt trotz fehlender Unterstützung seiner Partei an. 

«Die CVP ist entsetzt über die Vorgänge rund um die Stadtpräsidiumswahlen in Rapperswil-Jona», schreiben die Christdemokraten in einer Mitteilung. Mit einer in der Schweiz wohl einmaligen Kampagne hätten Bruno Hug und seine Helfer den amtierenden Stadtpräsidenten Erich Zoller verunglimpft. Die Wählerinnen und Wähler seien genarrt worden.

CVP steht noch immer hinter Stapi

Die CVP von Rapperswil-Jona stünde noch immer hinter ihrem Stadtpräsidenten Erich Zoller, müsse aber zur Kenntnis nehmen, dass er kaum noch reelle Wahlchancen hätte. Sie tritt deshalb zum zweiten Wahlgang mit Peter Göldi an. Im zweiten Wahlgang kommt es damit zum Duell der beiden CVP-Politiker Erich Zoller und Peter Göldi. Weiter im Rennen ist Martin Stöckling von der FDP und der Parteilose Hubert Zeiss.

Zoller hegt keinen Groll

Erich Zoller seinerseits tritt trotz fehlendem Support seiner Mutterpartei zum zweiten Wahlgang an. «Ich bleibe bei der Überzeugung, dass ich mein Amt anständig, korrekt, engagiert und immer zum Wohle der Stadt Rapperswil-Jona ausgeübt habe», schreibt der Noch-Stapi in einer eigenen Medienmitteilung. In Absprache mit seiner Familie habe er sich deshalb dazu entschlossen, für den zweiten Wahlgang anzutreten. Dass die Parteileitung der CVP aufgrund seines enttäuschenden ersten Wahlgangs auf einen aussichtsreicheren Kandidaten setzt, sei nachvollziehbar. «Ich hege deswegen keinen Groll gegen meine Partei.»

Und was, falls Zoller nicht mehr gewählt wird? «Das habe ich mir noch nicht wirklich überlegt. Ich will nichts ausschliessen. Ausser Redaktor bei den ‘Obersee Nachrichten’», sagt Zoller mit einem kleinen Seitenhieb auf «Obersee-Nachrichten»-Chef Bruno Hug, der im ersten Wahlgang die meisten Stimmen geholt hat und nun Martin Stöckling unterstützt.

(saz)


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