Da isch di gröscht Dialekt-Gwundernase

Von Sandro Zulian
Sie interessiert sich schampar für de Dialekt. d'Susan Osterwalder us Oberuzwil.
Sie interessiert sich schampar für de Dialekt. d'Susan Osterwalder us Oberuzwil. © FM1Today/Sandro Zulian
Enart isch d’Susan Osterwalder Publizischtin und Inhaberi vonere Praxis. d’Oberuzwileri interessiert sich aber dermasse für üsen Dialekt, dass sie jetzt scho s’zweite Buech zu dem Thema usegeh het. Und sie chunt uhuere ah demit. 

Wegem Chlütter macht sis nöd. d’Susan Osterwalder Brändle us Oberuzwil interessiert sich eifach schampar für Dialekt. Über vier Johr lang het di 55-Jöhrig am Buech «Hopp Sanggale» gwerchet und büezed. Usecho isch e umfassends Wörterbuech mit fascht 3000 St.Galler Begriff und Redewendige. Dezue ane erwartet eim Gschichte und e hochdütsches Regischter für Usländer.

d’Faszination isch riesig bide Frau Osterwalder

Agfange het s’ganze aber scho bi ihrem letschte Buech «Flüügeralarm und Zwetschgeflade» im 2014ni. Seb isch e Gschicht gsi über e St.Galler Gmeind währetem zweite Weltchriäg. So als Bettmümpfeli hets i sebem Buech öppe 500 Toggeburger Wörter und Sprüch dinegha. Da het de Susan Osterwalder Luscht uf meh gmacht. «Da het mi eso fasziniert und siit do sind immer meh Wörter i min Chopf inepurzlet», seit sie und lacht. Drum heg sie denn entschiede, zum draa blibe und di ganz Sach echli grösser z’mache.

s’Interview bide Frau Osterwalder dihei:

Es isch e Geeggeli-Arbet

Viel Ziit zum plegere het d’Susan Osterwalder uf all Fäll fascht niä gha. Aber es isch au nöd so, als chönt sie nöd schriibe. Als Publizischtin und ehemoligi Journalischtin weiss sie doch öpenöppis über Buechstabe. Trotzdem seg ihre i all dene Johr mengmol fascht de Lade abe. «Wenni ganz ehrlich bi und wenn me hüt no wür uf Papier schriibe, heti s’Manuskript worschinli irgendwenn im Cheminée verbrennt», git d’Susan Osterwalder zue. Ab und zue segis scho e chli verleidelig gsi. «I ha s’Gfühl gha, i wer eifach niä fertig. Aber zum Glück sind denn d’Familie und Kollege cho und hend gmeint ‹bliib joo dra!›» So isch denn da grossi Buech mit astig viel St.Galler Wörter entstande.

Meh söll ufhöre sich schäme

Es chäm ihre so vor, als wöred sich d’Lüüt hützutags nüme ase schäme zum älteligi Wörter bruuche. Vor e paar Johr oder Johrzehnt segi de persönlich Dialekt all schmörzeliger worde. «Mer isches wichtig, dass d’Lüüt hüt nöd all probieret, zum St.Gallerdütsch rede, sondern dass sie ihren ganz eigene, agstammte Dialekt, us welem Egge vom Kanton au immer, redet», seit di 55-Jöhrig.  Wenn d’Lüüt wieder afanget sich traue, dertigi Wörter z’bruuche, denn wäred d’Ziel vode Susan Osterwalder übertroffe.

Übrigens: Au ohni dass d’Medie gross über ihres Buech brichtet hend, isch vo de erschte Uflag scho meh wiä d’Hälfti weg. d’Oberuzwileri überleit sich gad, öb und wenn das di zweit Uflag usechunt. Und: s’nögscht Projekt vode Susan Osterwalder isch au scho i Planig.

s’St.Galler Mundartwörterbuech «Hopp Sanggale» vode Susan Osterwalder isch sit e paar Wuche im Handel. Es choscht 35 Franke. Bstelle chönders unter info@hoppsanggale.ch, uf www.hoppsanggale.ch oder im Buechhandel.

(saz)


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