Danone-Geschäft mit Babynahrung in China brummt

Bei der Auswahl von Milchpulver für Kleinkinder greifen chinesische Eltern derzeit vor allem bei europäischen Produkten zu. Nach diversen Lebensmittelskandalen wollen sie auf Nummer sicher gehen. (Symbolbild)
Bei der Auswahl von Milchpulver für Kleinkinder greifen chinesische Eltern derzeit vor allem bei europäischen Produkten zu. Nach diversen Lebensmittelskandalen wollen sie auf Nummer sicher gehen. (Symbolbild) © KEYSTONE/EPA/D.WONG
Gute Geschäfte mit Babynahrung in China haben dem französischen Lebensmittelkonzern Danone ein Umsatzplus von 4,6 Prozent beschert. Der Rivale von Nestlé und Unilever erzielte im dritten Quartal Erlöse von 5,64 Milliarden Euro.

Der Umsatz mit Babynahrung stieg um knapp elf Prozent, wie das Pariser Unternehmen am Montag mitteilte.

Hintergrund ist die grosse Nachfrage chinesischer Eltern, die nach einer Reihe von Lebensmittelskandalen in der Volksrepublik vor heimischen Produkten zurückschrecken. Um ganz sicherzugehen, greifen sie vor allem zu Babynahrung, die in Europa produziert wurde. Der Umsatz mit europäischen Danone-Milchpulvern wie Aptamil schoss deshalb in die Höhe.

Unterdessen konnte der weltgrösste Joghurt-Hersteller die Talfahrt in seinem Kerngeschäft mit Milchprodukten stoppen. In dieser Sparte erzielte Danone ein Wachstum von 0,6 Prozent nach einem Rückgang von 1,1 Prozent im Vorquartal. Die Franzosen bekamen bisher im krisengeschüttelten Europa die Sparsamkeit der Konsumenten stark zu spüren.

Doch das Europa-Geschäft mit Produkten wie Actimel und Activia soll sich bis Anfang 2016 stabilisieren, wie Danone in Aussicht stellt. Insgesamt sieht sich das Unternehmen weiter auf Kurs zu seinen Jahreszielen, obwohl die Getränke-Sparte unter nachlassendem Interesse der in China weit verbreiteten Marke Mizone leidet. Der heisse Sommer in Europa liess die Konsumenten hier dagegen weiter kräftig bei Danone-Tafelwassern wie Evian und Volvic zugreifen.

(SDA)


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