Das Drehbuch von “24 Wochen” rührte Julia Jentsch zu Tränen

Wird im Film "24 Wochen" mit schwierigen moralischen Fragen konfrontiert: Julia Jentsch
Wird im Film "24 Wochen" mit schwierigen moralischen Fragen konfrontiert: Julia Jentsch © /AP/MICHAEL SOHN
Im Film “24 Wochen” spielt Julia Jentsch eine werdende Mutter, die über eine Abtreibung nachdenkt. Es habe ihr bei den Vorbereitung auf die Rolle geholfen, dass sie selber Mutter sei, sagte die 37-Jährige an der Berlinale.

“24 Wochen”, der Wettbewerbsfilm der Erfurter Regisseurin Anne Zohra Berrached handelt von einem Paar, das erfährt, dass sein Kind mit dem Downsyndrom und einem Herzfehler zur Welt kommen wird.

Sowohl die Regisseurin als auch Hauptdarstellerin Jentsch sprachen dazu mit Betroffenen über das Thema Spätabtreibung. “Das ist eine der heftigsten Situationen, in die man geraten oder die einem das Leben bringen kann”, sagte Jentsch der Deutschen Presse-Agentur (dpa).

Die Geschichten der Betroffenen hätten sie sehr bewegt, beim Lesen des Drehbuchs habe sie geweint, erzählte die Schauspielerin an der Pressekonferenz. Jentsch hofft, dass der Film zur Offenheit im Umgang mit dem brisanten Thema beiträgt.

“24 Wochen” ist der einzige deutsche Beitrag im Berlinale-Wettbewerb. Jentsch (“Sophie Scholl – Die letzten Tage”) lebt mit ihrer Familie in der Schweiz. Sie kann sich noch gut erinnern, wo sie von der Festivalnominierung erfahren hat: “Da war ich in der Zürcher S-Bahn und habe einmal kurz laut geschrien.” Jentsch war im Januar Jury-Mitglied der 51. Solothurner Filmtage.

(SDA)


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