Das Feld der Kandidaten lichtet sich nach und nach

19 dieser Stühle sind noch zu haben für die nächsten vier Jahre. Vor den zweiten Wahlgängen im November lichtet sich das Feld der Ständeratskandidatinnen und -kandidaten.
19 dieser Stühle sind noch zu haben für die nächsten vier Jahre. Vor den zweiten Wahlgängen im November lichtet sich das Feld der Ständeratskandidatinnen und -kandidaten. © KEYSTONE/PETER KLAUNZER
Bei den Ständeratswahlen lichtet sich das Feld der Kandidaten, und die Parteien legen ihre Strategien für die zweite Runde im November fest. 19 Sitze in zwölf Kantonen sind noch zu haben. Erst am 22. November werden alle Mitglieder der kleinen Kammer gewählt sein.

In Bern hat sich SVP-Wahlkampfleiter und -Nationalrat Albert Rösti aus dem Rennen für den Ständerat genommen. Er tritt nicht zum zweiten Wahlgang an, wie die Berner SVP am Dienstag bekannt gab. Rösti war am Sonntag als Dritter hinter den Bisherigen Werner Luginbühl (BDP) und Hans Stöckli (SP) gelandet.

Nicht mehr antreten werden in Bern auch Christine Häsler (Grüne), Claudine Esseiva (FDP), Jürg Grossen (GLP) und Marianne Streiff-Feller (EVP). Ob es zu einem zweiten Wahlgang kommt, blieb am Dienstag offen. Bis am Donnerstagmittag können sich neue Kandidatinnen und Kandidaten melden.

In Zürich, wo noch ein Sitz zu vergeben ist, wollen die Grünen zum Kampf um den den noch freien zweiten Ständeratssitz antreten. Sie schicken Nationalrat Basten Girod ins Rennen. Schafft er die Wahl, wäre es seit 1979 das erste Mal, dass keiner der beiden Zürcher Sitze in den Händen von SVP oder FDP wäre.

SVP, FDP und CVP wollen am Dienstagabend über ihre Pläne informieren. Zürich wurde in der vergangenen Legislatur von Felix Gutzwiller (FDP) und Verena Diener (GLP) in der kleinen Kammer vertreten. Den einen Sitz hat neu Daniel Jositsch (SP) inne.

In Luzern verzichten die Grünen auf den zweiten Wahlgang. Die SP und die SVP wollen am Dienstagabend über ihre Kandidaturen entscheiden. In Luzern sind beide Ständeratssitze noch nicht besetzt; der Bisherige Konrad Graber (CVP) verpasste das absolute Mehr knapp, und Georges Theiler (FDP) trat zurück.

In Obwalden, wo der Sitz des zurückgetretenen Hans Hess (FDP) noch besetzt werden muss, treten FDP und CVP an. Die SVP zieht ihren Kandidaten Adrian Halter zurück und unterstützt die Freisinnigen.

In Genf steigen die Chancen der Bisherigen Liliane Maury Pasquier (SP) und Robert Cramer (Grüne). Denn die bürgerlichen Parteien haben sich nicht auf einen Schulterschluss für den zweiten Wahlgang einigen können.

Im bürgerlichen Lager von Genf kommt es zu zwei gemeinsamen Listen. Zum einen treten FDP und CVP, die in Genf als “Entente” auftreten, zusammen an. Konkurrenz machen ihnen die SVP und das rechtspopulistische MCG mit einer zweiten Liste.

In der Waadt steht dem Duo Géraldine Savary (SP) und Luc Recordon (Grüne) nur noch FDP-Nationalrat Olivier Français gegenüber. Die SVP will den FDP-Kandidaten nicht unterstützen und hat Stimmfreigabe beschlossen. Ihre eigenen Kandidaten Michaël Buffat und Fabienne Despot treten nicht mehr an.

In Solothurn hat sich FDP-Ständeratskandidatin Marianne Meister zurückgezogen, wie schon am Montagabend bekannt wurde. Am 15. November kommt es voraussichtlich zu einem Zweikampf zwischen Nationalrat Walter Wobmann (SVP) und dem Bisherigen Roberto Zanetti von der SP. Bereits gewählt ist Pirmin Bischof von der CVP.

Im Wallis werden beide Ständeratssitze am 1. November vergeben. Von ursprünglich sieben Kandidaten sind noch drei im Rennen: Der bisherige CVP-Ständerat Jean-René Fournier, Beat Rieder von der Oberwalliser CVP und der FDP-Quereinsteiger Pierre-Alain Grichting.

In St. Gallen verzichtet die CVP auf die Kandidatur für den zweiten Ständeratssitz, nachdem ihr Kandidat im ersten Wahlgang nur den fünften Platz erreicht hatte. Am 15. November kommt es voraussichtlich zum Duell zwischen dem Bisherigen Paul Rechsteiner (SP) und Nationalrat Thomas Müller (SVP). Ihren Sitz bereits gesichert hat sich Karin Keller-Sutter (FDP).

Im Tessin wollen fünf der sechs Kandidaten für den zweiten Wahlgang am 15. November mit Sicherheit erneut antreten, darunter die Bisherigen Filippo Lombardi (CVP) und Fabio Abate (FDP). Nur Sergio Savoia (Grüne) liess seine Kandidatur vorerst noch offen.

Im Kanton Aargau ist der Sitz der zurückgetretenen Christine Egerszegi (FDP) noch zu haben. Vorläufig zeichnet sich ein Zweikampf der Nationalräte Philipp Müller (FDP) und Hansjörg Knecht (SVP) ab. Ob Nationalrätin Ruth Humbel (CVP) nochmals antritt, ist noch offen. Die Bisherige Pascale Bruderer (SP) wurde auf Anhieb wieder gewählt. Die Meldefrist für Kandidaturen läuft am Freitag ab.

In Freiburg muss SP-Präsident und Ständerat Christian Levrat in die zweite Runde. Beat Vonlanthen (CVP) soll den Sitz des zurückgetretenen Urs Schwaller verteidigen. Meldeschluss für Kandidaten für die zweite Runde ist Freitagabend.

(SDA)


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