“Das Hipsterfest hinter dem Bahnhof”

Von Rohner Raphael
Am Fête die Lion kamen Musikfreunde auf ihre Kosten.
Am Fête die Lion kamen Musikfreunde auf ihre Kosten. © Raphael.Rohner/FM1Today
Einige tausend Gäste feierten am Samstagabend an der Fête de Lion im Kulturbahnhof in Wil. Hipsterbands und schöne Menschen – wir haben die Bilder.

 

Die Leute feierten  bei bestem Wetter einen gemütlichen Samstagnachmittag im Kulturbahnhof in Wil und lauschen gesellig lokalen Musikern, wie “yes, i’m very tired now” oder der verrückten Band aus Schweden “Undergrünnen”. So richtig in Feierlaune kamen die Festivalbesucher, als “Cuban Beats Allstars” loslegten. Mit wilden Takten und frischen Melodien, brachten sie kubanische Stimmung nach Wil und übergaben dann im Sonnenuntergang die Bühne an die deutsche Indie-Rockband “Razz”. Diese spielte sich gleich in die Herzen der Zuschauer und es wurde getanzt und gehüpft.

Festival für Musikfreunde

Mit den Bands “whomadewho” und “goose” konnten die Veranstalter zwei Top-Acts nach Wil holen.”Die sind soo geil”, schwärmten einige  Fans, auch wenn sie die Bands wohl erst seit diesem Abend kennen. Allgemein gab es häufig nach den Konzerten kleine Menschentrauben am Merchandise-Stand auf dem Gelände, an dem CDs, T-Shirts und allerlei Gadgets verkauft wurden. Bei einigen Bands waren nach wenigen Minuten schon alle CDs ausverkauft. “Es ist eben ein Entdeckerfestival”, erklärte die Verkäuferin den vielen langen Gesichtern am Stand, die eine Razz-CD erstehen wollten. So trösteten sich die Musik-Freunde mit einem Vegi-Dürum und einem Mate um über die nächsten Bands zu reden.

Feiern die ganze Nacht

Nach den grösseren Konzerten lichtete sich das Gelände nach und nach, doch standen vor dem Eingang auch um 1.30 Uhr Leute an, um rein zu kommen. Die hatten auch allen Grund: In der alten Remise spielten wacker weiter frische Indie-Bands auf, die elektronisch unterlegt süchtig machende Musik erzeugten.

Das Fête de Lion 2016 war ein gelungenes, feines Festival. Manche mögen es zwar abschätzig als Hipster-Fest bezeichnen, doch waren die Gesichter der Leute am Festival fast ohne Ausnahme lächelnd und glücklich.


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