Das musikalische Eigengoal

Für die Nati-Frauen startet am 18. Juni die EM in Holland, doch sie versuchen schon vorher zu punkten – mit dem eigenen EM-Song «United in Red», den die Spielerinnen gleich selbst interpretieren. Leider fällt der Song eher unter die Kategorie Eigengoal.

Sie sind wahrlich nicht die ersten, die sich mit einem Fussball-Song versuchen. Schon Fussballgrössen wie Franz Beckenbauer oder Gerd Müller haben sich an Fussballsongs versucht, eher zum Gaudi ihrer Fans. Und nun tritt auch unsere Nati-Frauenmannschaft mit einem Versuch an. Aussenverteidigerin Rachel Rinast gibt den Ton an und ihre Mannschaft singt im Chor.

Beim Song waren führende Schweizer Musikproduzenten mit im Spiel, wie zum Beispiel Nickless oder 77 Bombay Street. «Ich finde, der Song lässt sich durchaus hören. Es ist zwar musikalischer allerwelts-kitsch, aber immerhin mit einer Qualität, die okay ist», sagt Pascal Claude. Er muss es wissen, nennt er doch eine einzigartige Sammlung von Fussballsongs sein eigen (rund 1000 Fussballsongs auf Vinyl).

Uns überzeugt der Song nicht, zu viel Autotune. Ausserdem erinnert uns «United in Red» an eine ganz andere Fussballmannschaft. Sei’s drum: Was für die Frauen-Nati zählt, ist die Leistung auf dem Rasen (los geht’s am Dienstag, 18. Juni, um 18.00 Uhr). Und da wünschen wir ihr mehr Punkte, als sie wohl im Showbusiness bekommen würde.

(red.)


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