“Das Rennen meines Lebens”

Daniel Meier gibt auch am letzten Tag noch 100 Prozent.
Daniel Meier gibt auch am letzten Tag noch 100 Prozent. © Ultratriathlon/Katrin Meier
Der diesjährige Ultratriathlon in Buchs geht heute Freitag zu Ende. Während 20 Tagen haben die Athleten täglich einen Iron Man zurückgelegt. Sie stammen aus der ganzen Welt und auch die Schweiz ist vertreten.

“Es fühlt sich an wie ein Vulkan von Emotionen, der ausbrechen möchte. Er darf aber nicht ausbrechen, ich muss konzentriert bleiben bis ganz am Schluss. Ansonsten passieren Fehler.” Daniel Meier aus Buchs ist einer der vier Teilnehmer von acht, die bis zum Schluss durchgebissen haben. Während 20 Tagen hat er 20 Iron Man zurückgelegt. Eine sportliche Höchstleistung, die eine jahrelange Vorbereitung und ein spezifisches Training voraussetzt. “Jahrelange Erfahrung ist notwendig, bis der Körper reif ist, diesen Ultratriathlon durchzustehen”, so Meier.

Ein Ereignis geht zu Ende

Doch wie alles hat auch diese Geschichte ein Ende. Heute legten die Athleten die letzten Kilometer zurück. “Ich bin erleichtert, dass es vorbei ist, die Luft ist raus. Es erfordert eine unglaubliche Disziplin, das ganze Programm durchzustehen”, erzählt Meier. Neben der Erleichterung ist aber auch Wehmut zu spüren: “Diese Herausforderung ist mit vielen Freunden und Erlebnissen verbunden. Man wird sich nicht mehr so oft sehen.” Zwar kämpft jeder Athlet für sich alleine, man unterstützt sich aber, wo es geht.

Ein Sieg ist zweitrangig

Für den ehrgeizigen Sportler geht es beim Ultratriathlon nicht ums Gewinnen. Seine Grundmotivation, an einem solchen Ereignis teilzunehmen, ist eine andere: “Es ist jedes Mal wieder ein interessanter Prozess mit sich selber, den Weg aus einer Krise zu finden, sei es mental oder körperlich.” Auch wenn es nicht primär um den Sieg geht, gab Meier sein Bestes. Er holte sich den zweiten Platz und ist stolz auf seine Leistung: “Ich hätte nicht gedacht, dass ich das so gut durchstehen kann. Dieser Ultratriathlon war das Rennen meines Lebens”.

(Lilian Wehrle)


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