Das sind die Food-Trends 2018

Wenig Fleisch und exotisches Gemüse - hier sind die neuen Ernährungstrends.
Wenig Fleisch und exotisches Gemüse - hier sind die neuen Ernährungstrends. © iStock
Gesund ist hip. Und wenn gesundes Essen auch noch schön machen soll, umso besser. Beauty-Food, Superfood und fotogenes Essen – diese Lebensmittel begleiten uns durchs neue Jahr.

Christina Hubbeling/bellevue.nzz.ch

In Zusammenarbeit mit:

Stilpalast

Trend 1: Hirse

Sich glutenfrei zu ernähren, auch wenn man nicht an Zöliakie leidet, gilt als chic und erstrebenswert, weil angeblich besser für Gesundheit und Schönheit. Daher erfreuen sich nicht nur Getreide wie Quinoa oder Amaranth grosser Beliebtheit, auch die gute alte Hirse ist wieder sehr gefragt. Hirse ist nicht nur glutenfrei, sondern wird auch als «Beauty-Food» bezeichnet: Sie enthält unter anderem Kieselsäure (Silizium), die den Haar- und Nagelwuchs fördern, das Bindegewebe stärken und die Haut straffen soll.

iStock

Ein Salat mit gekochter Hirse ist eine vollwertige Mahlzeit.

Trend 2: Matcha- und Kurkuma-Latte

Nachdem die gute alte Schale um die Jahrtausendwende mit dem Einzug von Starbucks in die Schweiz zum schäumenden Latte macchiato mutiert ist, hat das Wohlfühlgetränk nun seine Farbe gewechselt: Knallgrünes Matcha-Grüntee- oder goldgelbes Kurkumapulver aromatisiert und färbt die Milch und macht aus ihr den beliebtesten trinkbaren Seelenwärmer der Stunde. Trendbewusste Latte-Trinker verwenden natürlich Mandel-, Hirse- oder Hafermilch. Oder wenn Kuhmilch, dann nur rohe. Sojamilch hingegen ist total out.

Eine Tasse Matcha-Latte ist gesund und voll im Trend.

Trend 3: Kohle und Yamswurzel

Dank Instagram und Co. ist jeder Zweite ein kleiner Foodblogger. Und auf den Social-Media-Kanälen isst das Auge nicht nur mit, die Optik ist das A und O. Oder besser gesagt, das K und Y. Denn K steht für gereinigte und aufbereitete Kohle (activated charcoal), mit der man sein Essen – oder sein (Milch-)Getränk schwarz färbt, Y für die violette, süsslich schmeckende Yamswurzel, auch Ube genannt. Beide Zutaten verfügen über eine enorme Farbkraft und sind aus der Hipsterküche nicht mehr wegzudenken.

Die violette Yams-Wurzel gehört ab 2018 auf jeden Hipster-Teller.

Die violette Yams-Wurzel gehört ab 2018 auf jeden Hipster-Teller. ©iStock

Trend 4: Sacha-Inchi-Öl

Unsere Grossmütter haben mit geklärter Butter gebraten. Unsere Mütter allenfalls mit Raps- oder Sonnenblumenöl, bis das Olivenöl die Schweiz überschwemmte. Heute verfügt man über ein ganzes Arsenal an verschiedenen kaltgepressten Pflanzenölen. Nicht fehlen dürfen das Kokosnussöl sowie das als besonders hochwertig geltende Sacha-Inchi-Öl. Letzteres wird aus der Inkanuss gewonnen und verfügt über einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren. Es verfeinert nicht nur die kalte Küche, sondern wird auch bei der Schönheitspflege geschätzt.

Das Öl, das aus der Inkanuss gewonnen wird,beinhaltet einen hohen Anteil Omega-3-Fettsäuren.

Das Öl, das aus der Inkanuss gewonnen wird,beinhaltet einen hohen Anteil Omega-3-Fettsäuren. ©iStock

Trend 5: Avocado

Im Zeitalter von Veganismus und gesteigertem Bewusstsein für Gesundheits- und Ernährungsfragen gibt es ein Lebensmittel, das fast schon Kult-Status geniesst: Es ist die Avocado. Sie gehört zu den wichtigsten Zutaten der veganen Küche, da man sie auch als Ersatz für Butter und Eier verwenden kann, etwa um ein veganes Schokoladen-Mousse herzustellen. Nebst Chiasamen, Quinoa, Goji- und Acai-Beeren gilt die Avocado aber auch als gefragtes Superfood, da sie viele ungesättigte Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe enthält.

Schön und gut: Frische Avocado auf getostetem Vollkornbrot. © iStock


Newsletter abonnieren
1Kommentar
noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel