«Das Spiel soll einfach Freude machen»

Von Michael Ulmann
Seit fast vier Jahren tüftelt Jon Duri Cajochen bereits an seinem Harry Potter-Brettspiel.
Seit fast vier Jahren tüftelt Jon Duri Cajochen bereits an seinem Harry Potter-Brettspiel. © Tagblatt
Er ist der Brettspiel-Zauberer vom Bodensee: Der 26-jährige Student Jon Duri Cajochen aus Horn im Thurgau hat ein Harry-Potter-Brettspiel erfunden. Gross rauskommen möchte er damit aber nicht unbedingt. Zurzeit ist ihm anderes wichtiger.

Eigentlich logisch, oder? Weil Jon Duri Cajochen gerne Brettspiele spielt (vor allem solche, die kompliziert sind und dementsprechend lange dauern) und ein richtig grosser Harry-Potter-Fan ist, hat er einfach mal schnell ein Harry-Potter-Brettspiel erfunden. Obwohl, einfach mal schnell ist ein bisschen übertrieben. Fast vier Jahre tüftelt er schon an seinem Spiel. Die aktuelle Version ist spielbar, aber gemäss Cajochen noch verbesserungsfähig. Das Tagblatt hat gestern Donnerstag darüber berichtet.

Nicht spielen, sondern büffeln

Wann Jon Duri Cajochens Spiel fertig wird, kann er nicht sagen. «Im Sommer oder spätestens im Herbst habe ich wieder ausgiebiger Zeit, daran zu arbeiten», sagt der Student der Pädagogischen Hochschule St.Gallen. Zurzeit ist er gerade mit einer Diplom- und Masterarbeit beschäftigt und möchte bald als Oberstufenlehrer arbeiten. «Deshalb bleibt zurzeit kaum Zeit übrig, am Spiel weiter zu tüfteln.»

Wir fragen uns, ob der 26-Jährige mit dem Brettspiel einst Geld verdienen könnte. «Das ist nicht mein Ziel. Damit ich das Spiel vermarkten könnte, müsste ich ja die Harry-Potter-Rechte erwerben. Und das ist mir erstens viel zu teuer und deshalb unrealistisch und zweitens zu aufwendig. Das Schönste für mich ist deshalb einfach, wenn das Spiel anderen Freude bereitet und sie es gerne spielen.» Der Horner ist nicht nur ein guter Spiele-Tüftler, sondern auch noch bescheiden.

«Hätte schon Bock»

Falls das Harry-Potter-Spiel dann tatsächlich einmal fertig sein sollte, könne er sich gut vorstellen, ein neues Brettspiele-Projekt anzupacken. «Darauf hätte ich schon Bock. Etwas auszuprobieren, immer wieder zu verbessern und dann zu merken, dass es funktioniert, ist halt einfach ein super schönes Gefühl», sagt Cajochen begeistert. Nebst langen, komplizierten Gesellschaftsspielen hat der Horner aber noch eine weitere Leidenschaft, er klopft auch ganz gerne einen Jass.

Jon Duri Cajochen zaubert aus seinem Koffer sein Harry Potter-Brettspiel. Bild: Tagblatt

Das Spiel in Bildern gibt es in der Galerie zu sehen.


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