Davos ohne Probleme in die Halbfinals

Zog mit dem HC Davos locker in die Halbfinals ein: Trainer Arno Del Curto
Zog mit dem HC Davos locker in die Halbfinals ein: Trainer Arno Del Curto © KEYSTONE/PATRICK B. KRAEMER
Der HC Davos erreicht mit einem “Sweep” die Halbfinals. Der Titelverteidiger entscheidet die Serie gegen die Kloten Flyers mit einem abschliessenden 4:1-Auswärtssieg mit 4:0 zu seinen Gunsten.

Mit Überzahltoren der Gebrüder Dino Wieser (7.) und Marc Wieser (32.) legten die Bündner die Basis zu ihrem Sieg vom Donnerstag. James Sheppard liess mit seinem Anschlusstreffer im Finish (57.) noch etwas Spannung aufkommen, ehe die Bündner in der letzten Minute mit zwei Treffern ins leere Tor durch Doppeltorschütze Dino Wieser und Topskorer Perttu Lindgren alles klar machten.

Die Kloten Flyers konnten in der Viertelfinal-Serie nicht an ihren starken Endspurt der Qualifikation (acht Siege aus den letzten zehn Spielen) anknüpfen und schieden sang- und klanglos aus. Immerhin zeigten die Flyers vom Widerstandswillen her eine Steigerung gegenüber einem blutleeren Auftritt am Dienstag in Spiel 3 in Davos.

Unter dem Strich bedenklich war die Offensiv-Wirkung der Flyers, die in drei von vier Playoff-Spielen jeweils nur ein Tor erzielten. Dabei hatten die Flyers am 30. Januar in der Qualifikation den HCD noch mit der wohl besten Saisonleistung vor eigenem Publikum mit 6:2 deklassiert.

Der HCD schaffte derweil im zehnten Playoff-Duell mit den Kloten Flyers das sechste Weiterkommen. Erstmals realisierten dies die Bündner in einem Playoff-Duell gegen die Zürcher Unterländer mit 4:0 Siegen. Der HCD kann damit weiter sein grosses Ziel ins Visier nehmen; die erste erfolgreiche Titelverteidigung seit 2001 (ZSC Lions). Mit Enzo Corvi wird beim HCD für die Halbfinals zudem ein weiterer Topstürmer zurückerwartet.

Bei den Kloten Flyers blieb das Comeback des zuletzt wieder mit dem Team mittrainierende Goalie Martin Gerber aus. Der mittlerweile 41-jährige Gerber fiel seit dem 17. Februar verletzt aus. Im Gegensatz zu seinem Stellvertreter Luca Boltshauser, der in den Playoffs keine Schuld am Ausscheiden traf, besitzt der WM-Silberheld von 2013 noch keinen neuen Vertrag für die neue Saison bei den Flyers.

Gerber hatte vor zwei Jahren den Ausgang der damaligen Viertelfinal-Serie zwischen diesen beiden Teams noch massgeblich beeinflusst. Damals hatten die Flyers die ersten beiden Duelle sang- und klanglos verloren, ehe in Spiel 3 beim Stande von 0:0 eine Tätlichkeit von Martin Gerber zur Spielmitte gegen Gregory Sciaroni das Leistungsvolumen der Zürcher Unterländer weckte und die Wende einleitete. Die Flyers kehrten die Serie damals nach einem 0:2-Rückstand noch. Ein solches Szenario blieb für das Team des aktuellen Trainers Sean Simpson diesmal nur Wunschdenken.

Telegramm:

Kloten Flyers – Davos 1:4 (0:1, 0:1, 1:2)

6146 Zuschauer. – SR Stricker/Vinnerborg, Kovacs/Küng. – Tore: 7. Dino Wieser (Setoguchi/Ausschluss Back) 0:1. 32. Marc Wieser (Lindgren, Axelsson/Ausschluss von Gunten) 0:2. 57. Sheppard (Schelling) 1:2. 60. (59:11) Dino Wieser 1:3 (ins leere Tor). 60. (59:58) Lindgren (Ambühl, Axelsson) 1:4 (ins leere Tor). – Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Kloten Flyers, 5mal 2 Minuten gegen Davos. – PostFinance-Topskorer: Santala; Lindgren.

Kloten Flyers: Boltshauser; von Gunten, Frick; Gustafsson, Back; Collenberg, Stoop; Schelling; Praplan, Santala, Hollenstein; Leone, Sheppard, Bieber; Guggisberg, Olimb, Casutt; Romano Lemm, Liniger, Kellenberger; Obrist.

Davos: Genoni; Forster, Heldner; Du Bois, Rampazzo; Schneeberger, Paschoud; Guerra, Sven Jung; Kessler, Ambühl, Paulsson; Marc Wieser, Lindgren, Axelsson; Setoguchi, Walser, Dino Wieser; Simion, Aeschlimann, Jörg.

Bemerkungen: Kloten ohne Martin Gerber und Hasani (beide verletzt) sowie Kolarik und Harlacher (beide überzählig), Davos ohne Corvi, Sciaroni und Kindschi (alle verletzt) sowie Picard und Egli (beide überzählig). – Kloten von 59:01 bis 59:11 sowie von 59:32 bis 59:58 ohne Torhüter.

(SDA)


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