Deal zwischen Foxconn und Sharp weiter in der Schwebe

Der Apple-Zulieferer Foxconn und der japanische Elektronikkonzern Sharp ringen noch immer über eine Übernahme. (Archivbild)
Der Apple-Zulieferer Foxconn und der japanische Elektronikkonzern Sharp ringen noch immer über eine Übernahme. (Archivbild) © KEYSTONE/EPA/DAVID CHANG
Für die Übernahme des angeschlagenen japanischen Elektronikkonzerns Sharp durch den Apple-Zulieferer Foxconn gibt es nach Angaben des Sharp-Managements noch keinen konkreten Termin. Der Vertragsabschluss soll demnach so bald als möglich stattfinden.

Sharp reagierte mit seiner Mitteilung vom Montag auf einen Medienbericht, nach dem der Deal am 7. März besiegelt werden solle. Nach Angaben einer mit der Angelegenheit vertrauten Person verständigten sich beide Firmen darauf, die Frist für die Übernahmegespräche um ein bis zwei Wochen zu verlängern.

Foxconn hatte am Donnerstag seine Unterschrift unter den Kaufvertrag überraschend verweigert und erklärt, man habe neue Informationen zu Sharp erhalten und werde diese zunächst prüfen. Nach Angaben von Insidern handelt es sich dabei um bislang öffentlich nicht bekannte Schulden in Milliardenhöhe.

Der weltgrösste Auftragszulieferer für Unterhaltungselektronik Foxconn wollte eigentlich zwei Drittel von Sharp übernehmen. Der Wert des Geschäfts wird auf umgerechnet rund 5,3 Milliarden Euro geschätzt.

Es wäre die bislang grösste Übernahme eines japanischen Technologiekonzerns durch einen ausländischen Investor. Mit dem Kauf würde Foxconn, das an Taiwans Börse unter dem Namen “Hon Hai Precision” gelistet ist, seine Position als wichtigster Apple-Zulieferer ausbauen.

(SDA)


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