Demokrat Sanders verteidigt Sozialagenda

US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders verteidigte in Des Moines seine Sozialagenda - in europäischen Ländern würde diese nicht als radikal gelten, argumentierte er.
US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders verteidigte in Des Moines seine Sozialagenda - in europäischen Ländern würde diese nicht als radikal gelten, argumentierte er. © KEYSTONE/EPA Getty Images POOL/JUSTIN SULLIVAN / POOL
Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders hat kurz vor dem Auftakt der Vorwahlen seine Sozialagenda gegen Radikalismus-Vorwürfe verteidigt: “In Ländern rund um die Welt, in Skandinavien und in Deutschland, sind meine Ideen keine radikalen Ideen.”

“Wir können uns nicht länger eine von Milliardären dominierte Regierung leisten, die Arbeiterfamilien ignoriert”, sagte Sanders am Montagabend (Ortszeit) bei einem Auftritt an einer Universität in Des Moines in Iowa.

In Iowa finden am kommenden Montag die ersten Vorwahlen der Parteien statt. Bei den Demokraten gilt Ex-Aussenministerin Hillary Clinton zwar als haushohe Favoritin für die Präsidentschaftskandidatur. In Iowa sehen Umfragen Clinton und Sanders aber Kopf an Kopf.

Der 74-jährige selbsternannte “demokratische Sozialist” begeistert mit seinen Vorschlägen – etwa einer umfassenden gesetzlichen Krankenversicherung oder staatlichen Zuschüssen für Studenten – vor allem junge Wähler.

Clinton wirft ihm Einseitigkeit vor und versucht mit dem Hinweis auf ihre grosse politische Erfahrung zu punkten. “Ich bin die bessere Person, um Präsidentin zu sein”, sagte sie bei ihrem Auftritt an der Universität.

Dabei musste sie einen bitteren Wortbeitrag parieren. Ein junger Wähler sagte ihr, während es unter seinen Altersgenossen echte Leidenschaft für Sanders gebe, “sehe ich bei jungen Leuten nicht den gleichen Enthusiasmus für Sie”. Clinton erwiderte, sie habe schon seit jungen Jahren “im Kampf für Wandel und Fortschritt an vorderster Front gestanden”.

Präsident Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht mehr antreten. Sein Nachfolger wird am 8. November gewählt.

Bei den Republikanern liegt der wegen seiner populistischen und islamophoben Äusserungen umstrittene Milliardär Donald Trump in Umfragen an der Spitze, gefolgt von dem erzkonservativen Senator Ted Cruz und dem als moderater geltenden Senator Marco Rubio.

(SDA)


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