Der FC St.Gallen hätte fast forfait gewonnen

Für die kleinen Vereine kommen bei Cup-Spielen immer hohe Sicherheitskosten dazu.
Für die kleinen Vereine kommen bei Cup-Spielen immer hohe Sicherheitskosten dazu. © KEYSTONE/Steffen Schmidt/Archiv
Offenbar hat sich der FC Baden, Gegner des FC St.Gallen in der 1. Hauptrunde des Schweizer Cups, eine Forfait-Niederlage überlegt. Grund seien die hohen Sicherheitskosten gewesen.

Wie das «St.Galler Tagblatt» berichtet, schreibt Thomas Bräm, Präsident des FC Baden, im Vorwort des Matchprogramms, dass die Durchführung der Partie unsicher war: «Die unverhältnismässig hohen Kosten für die Sicherheit gefährden den Anlass und den ganzen Schweizer Cup.» Er fragt sich, ob es Zukunft habe, «kleine Vereine an den Rand des Ruins zu bringen, bis diese dann wirklich gezwungen sind, vor einem solchen Cupspiel forfait zu erklären, wie wir dies auch intensiv diskutieren mussten». Der Vorstand habe schliesslich «der Mannschaft und dem Sport zuliebe» entschieden, das Spiel durchzuführen.

Bräm kritisiert in seinem Vorwort den Schweizer Fussballverband (SFV): «Kann es sein und ist es richtig, diese horrenden Kosten und das grosse Risiko auf die finanzschwachen Vereine der unteren Ligen abzuwälzen, währenddem die Kasse des SFV gut gefüllt ist?»

Laut dem Baden-Präsidenten entstehen für den Erstligisten Kosten für die Sicherheit im sechsstelligen Bereich. Er regt an, dass nebst der Unterstützung des SFV auch der Kanton einen Beitrag leiste: «Warum ist es im Kanton Aargau im Gegensatz zu anderen Kantonen nicht möglich, Amateurvereine bei einem Spiel pro Jahr gänzlich von den Kosten eines Polizeieinsatzes zu befreien?»

Bräm befürchtet, sollte sich nichts ändern, es künftig Forfait-Niederlagen geben wird: «Schuld sind andere, aber auf dieser Basis ist der Schweizer Cup gefährdet!»

Das Cupspiel zwischen dem FC Baden und dem FC St.Gallen gibt es heute Sonntag ab 16 Uhr im Liveticker auf FM1Today.

(red.)


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