Der FC Zürich feiert den höchsten Saisonsieg

Alexander Kerschakow (rechts) im Duell mit Martin Angha setzte den Schlusspunkt
Alexander Kerschakow (rechts) im Duell mit Martin Angha setzte den Schlusspunkt © KEYSTONE/WALTER BIERI
Der FC Zürich feiert zum ersten Mal in dieser Saison zwei Siege in Folge. Nach dem 3:0 in Vaduz vor der Länderspielpause gewinnt der FCZ in der 26. Runde daheim gegen den FC St. Gallen mit 4:0.

Nur zwei von zwölf Heimspielen hatte der FC Zürich in dieser Saison bis am Samstagabend gewonnen und daheim in der Rückrunde noch nicht einen Treffer erzielt. Von einer Heimmisere war gegen den FC St. Gallen aber plötzlich nichts mehr zu bemerken. Mit ihrem Pressing setzten die Zürcher den Gast konstant unter Druck. Zwei Balleroberungen im Mittelfeld führten auch zu den ersten beiden Toren, in der 13. Minute durch Anto Grgic und in der 35. Minute durch Burim Kukeli. In der Schlussphase sorgten Kevin Bua und Alexander Kerschakow mit ihren Treffern noch für den höchsten Saisonsieg des FCZ.

Der 3:0-Erfolg vor der Länderspielpause in Vaduz hat dem FC Zürich offenbar sehr gut getan. Die Mannschaft von Sami Hyypiä verteidigte nicht nur gekonnt, sie kombinierte sich auch sehenswert durch die Ostschweizer Abwehr, die in den letzten drei Runden elf Gegentore hinnehmen musste. Vor dem 2:0 brachten Kerschakow und Oliver Buff mit geradlinigem Passspiel Kukeli in Abschlussposition. Buff, der zu den ersten zwei Toren jeweils den Assist lieferte, musste nach einer guten Stunde angeschlagen ausgewechselt werden.

St. Gallens Trainer Joe Zinnbauer nahm schon zur Pause zwei Wechsel vor, weil sein Team in den ersten 45 Minuten bedenklich harmlos agierte. Nach der Pause sah das etwas besser aus. Nach 50 Minuten flog ein Schuss von Mario Mutsch nur knapp am Tor vorbei, und in der Schlussviertelstunde musste FCZ-Keeper Yanick Brecher gegen Batuhan Karadeniz und Gianluca Gaudino zweimal stark parieren. Der FCZ hatte auch in der zweiten Halbzeit aber mehr zu bieten. Er hielt sein Pressing aufrecht und suchte den kürzesten Weg vors gegnerische Tor. Kerschakow war mit einem Kopfball und im Direktduell an St. Gallens Keeper Daniel Lopar gescheitert, bevor Bua und der zuvor glücklose Russe nach Kontern noch zum verdienten Kantersieg trafen.

Der FC Zürich hat sich nun eine Reserve von sieben Punkten auf den Abstiegsplatz herausgespielt. Der Cupfinalist kann sich in der Tabelle wieder nach vorne orientieren. Der Rückstand auf den FC St. Gallen, der die dritte Niederlage in Folge kassierte, beträgt nur noch zwei Punkte. Dass er eher um die Europacup-Plätze als gegen den Abstieg kämpfen sollte, bewies er zumindest in den letzten beiden Runden. Den ultimativen Härtetest hat er am kommenden Wochenende zu bestehen, wenn er im Basler St. Jakobs-Park gastiert.

Resultate und Tabelle:

Zürich – St. Gallen 4:0 (2:0). – 8487 Zuschauer. – SR Schnyder. – Tore: 13. Grgic (Buff) 1:0. 35. Kukeli (Buff) 2:0. 86. Bua (Sarr) 3:0. 91. Kerschakow 4:0.

Zürich: Brecher; Nef, Sanchez, Kecojevic; Brunner (59. Vinicius), Grgic, Kukeli, Koch; Chiumiento (75. Sarr), Buff (63. Bua); Kerschakow.

St. Gallen: Lopar; Thrier, Leitgeb, Angha, Hanin; Lang, Mutsch, Gaudino, Cueto (46. Tréand); Aleksic (68. Aratore), Salli (46. Karadeniz).

Bemerkungen: Zürich ohne Alesevic, Yapi, Simonjan, Etoundi, Kleiber und Schönbächler (alle verletzt). St. Gallen ohne Dziwniel, Bunjaku, Cavusevic, Lässer, Tafer (alle verletzt), Mathys und Russo (beide nicht im Aufgebot). Verwarnung: 82. Sarr (Foul).

Luzern – Vaduz 5:1 (3:1).

Rangliste: 1. Basel 24/59 (61:24). 2. Young Boys 25/45 (46:31). 3. Grasshoppers 25/41 (55:43). 4. Luzern 26/33 (36:41). 5. Sion 24/31 (29:33). 6. Thun 25/30 (31:37). 7. St. Gallen 25/30 (30:37). 8. Zürich 26/28 (38:47). 9. Lugano 24/24 (33:46). 10. Vaduz 26/21 (26:46).

(SDA)


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