Der Kampf in der EU-Champions-League

Pep Guardiola steht mit Manchester City in der Premier League vor wegweisenden Wochen
Pep Guardiola steht mit Manchester City in der Premier League vor wegweisenden Wochen © KEYSTONE/AP/CLAUDE PARIS
In den europäischen Top-Ligen ist der Kampf um den Einzug in die nächste Champions-League-Saison in vollem Gange. Vor allem in England und Deutschland zeichnet sich ein spannendes Saisonfinale ab.

Besonders brisant ist die Ausgangslage in der englischen Premier League, in der hinter dem souveränen Leader Chelsea die fünf anderen Grossen der Liga um die zwei direkten Plätze in der Champions League und einen weiteren, der zur Teilnahme an der Qualifikation berechtigt, kämpfen.

Wegweisend sind die nächsten Wochen vor allem für Manchester City (3.) und Trainer Pep Guardiola. Nach dem Ausscheiden in den Achtelfinals der Champions League gegen Monaco folgen in der Meisterschaft nun in Serie die Duelle gegen Liverpool, Arsenal und Chelsea. Liverpool (4.) tritt nach den Spielen gegen Man City und Everton nur noch gegen vermeintlich schwächere Teams der Liga an. Diese bereiteten dem Team von Jürgen Klopp bislang aber mehr Probleme als die direkten Konkurrenten.

Schwacher Saisonstart für Manchester United

Manchester United (6.) hat dank 17 Meisterschaftsspielen ohne Niederlage nach einem schwachen Saisonstart den Anschluss an die Spitzengruppe wieder geschafft. Das Team von Jose Mourinho ist aber als einziges englisches Team noch im Europacup beschäftigt, und trifft in den verbleibenden Runden unter anderen noch auf Chelsea, Arsenal und Tottenham.

Auch Arsenal, das seit 1998 Dauergast in der Champions League ist, tritt noch gegen die direkte Konkurrenz an. Nach zuletzt drei Niederlagen in vier Partien und dem Abrutschen in der Tabelle auf Platz 5 droht Arsène Wenger mit den «Gunners» nach 20 Top-4-Klassierungen in Serie in dieser Saison eine solche zu verpassen. Das zweitklassierte Tottenham, das wie Arsenal, Manchester City und Chelsea in den Halbfinals des FA Cup steht, hat zusammen mit Liverpool das vermeintlich leichteste Schlussprogramm.

Mehrkampf um hintere Plätze

Ähnlich wie in England zeichnet sich in Deutschland ein Mehrkampf um die Plätze hinter Leader Bayern München ab. Neben Borussia Dortmund, das in den Champions-League-Viertelfinals steht, gehören die Überraschungsteams Leipzig, Hoffenheim und Hertha Berlin dem Quartett an, das um den Einzug in die Königsklasse kämpft. Aufsteiger Leipzig, das lange Zeit sogar den Bayern Paroli bieten konnte, ist zuletzt mit nur zwei Siegen in sechs Spielen etwas ins Straucheln geraten.

In Italien können sich Lazio Rom (4.) und Inter Mailand noch Hoffnungen machen, die AS Roma (2.) und Napoli (3.) abzufangen. Leader Juventus Turin dürfte sich den Titel oder zumindest die direkte Champions-League-Qualifikation kaum mehr entgehen lassen.

Nicht ganz so offen präsentiert sich der Kampf um die Honigtöpfe in Spanien und Frankreich. In Spanien deutet vieles auf einen Zweikampf um Platz 3 und die direkte Champions-League-Qualifikation zwischen dem FC Sevilla und Atletico Madrid hin. Die beiden direkten Konkurrenten treten am Sonntag im Vicente Calderon in Madrid gegeneinander an.

In Frankreich steht der Dreikampf um den Titel zwischen Monaco, Paris Saint-Germain und Nice im Fokus. Der Rückstand von Lyon auf das Trio, das die drei Plätze in der Königsklasse (oder zumindest in der Qualifikation) unter sich ausmachen dürfte, beträgt neun Runden vor Schluss zehn Verlustpunkte und mehr.

(SDA)


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