Der Knight Rider vom Walensee

Philipp Hubert ist der Knight Rider vom Walensee
Philipp Hubert ist der Knight Rider vom Walensee © zVg
Er fährt den Bubentraum der 80er-Jahre: Philipp Hubert aus Unterterzen düst mit K.I.T.T., dem intelligenten Sportauto der Fernsehserie «Knight Rider», durchs Sarganserland. Das Auto spricht und sogar die Innenaustattung ist wie in der Serie.

Vor gut sechs Jahren hat Philipp Hubert den modifizierten «Pontiac Firebird Trans Am» in New York ersteigert. Nun ist Hubert ein gefragter Mann, auch David Hasselhoff hat er mehrfach getroffen. «Zum Fahren ist das Auto nicht schön, nach kurzer Zeit hast du etwa 40 Grad. Aber das Feeling ist trotzdem unbeschreiblich, so als würde man fliegen.» Philipp Huberts K.I.T.T. ist das original Bühnenauto aus David Hasselhoffs Videoclip «Looking for Freedom». Die Hitze kommt nicht nur von der schwarzen Farbe, sondern vor allem von der Elektronik: Zwei Autobatterien werden benötigt, damit die vielen Lämpchen, Kameras und Bildschirme das perfekte Knight-Rider-Feeling erzeugen können.

K.I.T.T. musste erst Deutsch lernen

Wie in der Fernsehserie kann K.I.T.T. natürlich auch mit Hubert reden: «Am Anfang konnte er nur Englisch, da habe ich ihn ein halbes Jahr bei einem Autoelektroniker untergebracht. Jetzt redet er Deutsch mit mir.» Wobei reden nicht das Interagieren auf Huberts Stimme bedeutet, sondern das regelmässige Abspielen von Filmzitaten. Wie viel er für das Auto bezahlt hat, bleibt sein Geheimnis: «Der Versicherungwert beträgt aktuell 80’000 Franken», verrät er dennoch.

«Hasselhoff sieht aus wie eine Wachsfigur»

K.I.T.T. zieht alle Blicke auf sich. Wenn Hubert mit ihm rumfährt, wird er zum Star: «Der Andrang ist sehr gross, wenn ich ihn parkiere. Die Leute machen Fotos und stellen mir viele Fragen, was er alles kann, ob er reden kann und so weiter». Der Knight-Rider Fan wird mit K.I.T.T. auch oft zu Messen und Fan-Treffen eingeladen.

An solchen Anlässen hat er auch David Hasselhoff schon mehrmals getroffen: «Seine Managerin schreibt mir jeweils, wenn er in die Nähe kommt.» Die Begegnungen mit dem Superstar fand Hubert sehr speziell: «Er ist ein einfacher, er trägt auch seine Koffer selbst. Er ist überhaupt nicht arrogant. Aber geschminkt ist er jeweils wie eine Leiche, da kann man von Nahem richtig erschrecken. Manchmal sieht er aus wie eine Wachsfigur.»

Grosser Fan seit Kinderstube

Mit K.I.T.T. hat sich Hubert seinen Bubentraum erfüllt. Der 1983 geborene ist mit der Fernsehserie gross geworden: «Mich faszinieren nicht nur die Gut-gegen-Böse-Geschichten, sondern auch die Machart von damals. Man kann erkennen, wie die Stunts gemacht wurden zu dieser Zeit, das finde ich sehr interessant.» Am liebsten würde der Film-Fan auch noch andere bekannte Filmautos ersteigern: «Als nächstes steht der DeLorean aus ‘Zurück in die Zukunft’ auf der Liste. Aber den kann man leider nirgends kaufen», sagt der Unterterzer und lacht.

(sar)


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