Der nigerianische Astronaut will zurück zur Erde

Irgendwo in den Weiten des Weltalls dreht Tunde seine Runden.
Irgendwo in den Weiten des Weltalls dreht Tunde seine Runden. © Bill Ingalls/NASA via Getty Images/Symbolbild
Wer eine Mailadresse hat, hat schon einmal Post von einem nigerianischen Prinzen erhalten. Doch der Prinz hat nun ausgedient. Bühne frei für den nigerianischen Astronauten!


Die Masche ist immer gleich: Irgendein völlig unbekannter nigerianischer Prinz bittet um ein Geld. Er brauche dieses als Anzahlung, um eine Millionen-Summe freizubekommen. Selbstverständlich soll man dafür auch einen grosszügegen Betrag bekommen. Auf diese sogenannten Scam-Mails fällt heutzutage niemand mehr rein.

Nun macht ein leicht abgewandeltes Prinzen-Mail die Runde. Und dieses ist so absurd, dass es schon wieder grossartig ist. Im Mail wird die tragische Geschichte von Abacha Tunde erzählt. Tunde, angeblich der erste nigerianische Astronaut, wurde nach der Auflösung der Sowjetunion 1990 (wurde eigentlich 1991 aufgelöst) auf einer geheimen Raumstation zurückgelassen. An seinem Platz in der Raumkapsel Sojus T-16Z haben die russischen Kosmonauten Frachtmaterial zur Erde zurückgebracht.

Astronaut Tunde bekam über all die Jahre einen Lohn. Unterdessen sollen fast 15 Millionen Dollar auf seinem Konto sein. Sein Cousin Bakare Tunde will ihm nun helfen und einen Rückflug organisieren. Er will das Geld auf ein ausländisches Konto überweisen und braucht dafür deine Hilfe. Als Gegenleistung verspricht er 20 Prozent der Summe.

Drei Millionen Dollar will Bakare Tunde den Russen bezahlen, damit sie seinen Cousin Abache zurück holen.

Ähm, ja. Nigeria hatte noch nie einen Astronauten. Und sowieso hätte ohne Nachschub wohl kaum jemand so lange auf einer Raumstation überleben können. Der Betrugsversuch ist so absurd, dass man eine Parodie dahinter vermuten könnte. Oder – wie es das Webportal iflscience.com schreibt – eine Viral-Kampagne für einen weiteren Matt-Damon-Film, in dem er mal wieder im Weltall strandet.

(rr)


Newsletter abonnieren
1Kommentar
noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel