“Der Stromausfall war uns zu kurz”

Von Sandro Zulian
Auch das Kantonsspital war vom Stromausfall betroffen.
Auch das Kantonsspital war vom Stromausfall betroffen. © KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
Nicht nur Brauereien haben mit dem gestrigen Stromausfall gehadert. Betroffen war auch das Kantonsspital St.Gallen. Da das Spital aber über eine Netzersatzanlage verfügt, hätte der Stromausfall im KSSG länger dauern sollen. 

Die Techniker des Kantonsspitals St.Gallen haben im Hintergrund offenbar einen Klasse Job gemacht. Auf Anfrage von FM1Today wusste der Mediensprecher Philipp Lutz erstmal von nichts: “Vom Stromausfall waren wir meines Wissens nicht betroffen”, sagte er am Vormittag. Ein paar Stunden später tönte es dann ganz anders.

Der Stromausfall war zu kurz

Das Kantonsspital St.Gallen war sehr wohl betroffen. Die Pikett-Techniker haben das ganze in der Nacht einfach in Windeseile wieder in Ordnung gebracht. Der kurze Stromausfall hat auch im Spital für Ausfälle gesorgt. Aber: “Wir haben eine Netzersatzanlage. Diese kommt nach ein paar Sekunden zum Einsatz. Aus dieser Optik kann man fast sagen, dass wir gerne einen längeren Ausfall gehabt hätten”, sagt Philipp Lutz und lacht. Die Ersatzanlage kam nämlich knapp nicht zum Einsatz. So bewegte sich der sekundenschnelle Stromausfall genau in einem kritischen Zeitfenster. Sonst wäre die Notstromanlage des Spitals eingesprungen. Die Folge davon: Techniker und Spitalpersonal mussten in der Nacht einzelne Liftsysteme und andere Anlagen manuell quittieren und wieder hochfahren.

Hohe Sicherheitsstandards

Nebst diversen Kleinigkeiten, die bis zum Abend korrigiert werden müssen, sei im Kantonsspital weiter nichts passiert.  “Das ist auch gar nicht möglich”, so Lutz. Die Sicherheitsmassnahmen in der Intensivstation oder den Operationssälen sind von der restlichen Stromversorgung abgeschnitten. “Diese Versorgung ist ausfallslos.”


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