Der “Töffli-Papst” aus Herisau

Töffli-Garagist Peter Kugler an seinem Arbeitsplatz.
Töffli-Garagist Peter Kugler an seinem Arbeitsplatz. © FM1 / Fabienne Engbers
Gleich zwei Töffli haben diese Woche Schlagzeilen gemacht. Im Kanton St.Gallen sind innerhalb von zwei Tagen zwei ungewöhnlich stark frisierte Töffli sichergestellt worden (siehe Link unten). Der eine Fahrer war am Mittwoch in St.Gallen mit 63 km/h unterwegs, der andere am Donnerstag in Uznach sogar mit 82 Sachen! Ein Besuch beim “Töffli-Papst” in Herisau zeigt; das Töffli ist wieder voll “in”.

Die weit verbreitete Meinung, es gebe immer weniger Töffli auf den Schweizer Strassen, ist gemäss dem “Töffli-Papst” Peter Kugler aus Herisau falsch. “Gerade in der Ostschweiz und im Bündnerland ist das Töffli immer noch sehr beliebt. Das liegt wahrscheinlich an der Topografie. An vielen Orten im FM1-Land ist es nicht flach, sondern hügelig bis steil. Deshalb trifft man immer noch sehr viele Töffli an”, so Kugler. Viele Leute würden zudem ein teures, altes Mofa kaufen und es original herrichten lassen. Sozusagen erlebe das Töffli gerade ein Revival.

Nicht (nur) für Teenies

Der Töffli-Mechaniker hat zurzeit so viel zu tun wie schon lange nicht mehr. Dabei seien aber nicht hauptsächlich 14-jährige Knaben seine Kunden, sondern gestandene Männer, die ihre Freude an alten Töffli wiederentdeckt haben.

In seinem Fundus hat Peter Kugler noch einige der ersten Töffli aus den 1960er-Jahren (siehe Bildergalerie). Ein solches Töffli ist heute rund 3000 Franken wert.

(red/uli)


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