Deutscher Handelsriese Metro will sich aufspalten

Ein Metro-Markt neben der Konzernzentrale in Düsseldorf. Der deutsche Handelsriese, der in der Schweiz mit den Elektronikmärkten Media Markt und Saturn vertreten ist, will sich aufspalten.
Ein Metro-Markt neben der Konzernzentrale in Düsseldorf. Der deutsche Handelsriese, der in der Schweiz mit den Elektronikmärkten Media Markt und Saturn vertreten ist, will sich aufspalten. © KEYSTONE/AP/Martin Meissner
Der deutsche Handelsriese und Media-Markt-Besitzer Metro will sich aufspalten. Entstehen sollen dadurch zwei unabhängige, börsenkotierte Geschäftseinheiten, eine für Grosshandel und Lebensmittel und eine für Elektronik.

In der Schweiz ist Metro mit Media Markt und Saturn präsent. Diese beiden Marken sollen bei der heutigen Metro verbleiben, wie der Düsseldorfer Konzern am Mittwoch mitteilte. Die heutige Metro AG würde im Wesentlichen nur noch aus der Elektroniktochter Media-Saturn bestehen.

Das Grosshandels- und Lebensmittelgeschäft um die Cash&Carry-Märkte und die Real-Supermärkte sollen auf eine neue Gesellschaft übertragen werden. Durch die Aufspaltung sollten beiden Teilen neue Wachstumsperspektiven eröffnet werden, heisst es in der Mitteilung. Auch solle der Börsenwert deutlich gesteigert werden.

Eine endgültige Entscheidung über die Aufspaltung ist jedoch noch nicht gefallen. Die Prüfungen dazu liefen noch, heisst es in der Mitteilung. Unter anderem muss der Verwaltungsrat den Plänen noch zustimmen.

Die Grossaktionäre Haniel, Schmidt-Ruthenbeck und Beisheim unterstützten das Vorhaben. “Wir begrüssen die strategische Entscheidung”, sagte ein Haniel-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Sollten sich alle Seiten zu einer Aufteilung des Konzerns entscheiden, dann könnte diese Mitte 2017 umgesetzt werden.

(SDA)


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