Rechtsrutsch auch in der Ostschweiz

Viel Papier und wenig Überraschungen - so waren die Wahlen aus Ostschweizer Sicht.
Viel Papier und wenig Überraschungen - so waren die Wahlen aus Ostschweizer Sicht. © abl/FM1Today
Überraschung in Ausserrhoden, zweiter Wahlgang in St.Gallen, die bisherigen Thurgauer bleiben im Ständerat. Hier der Wahlsonntag aus Ostschweizer Sicht.

In St.Gallen ist Karin Keller-Sutter glanzvoll als Ständerätin wiedergewählt worden. Im ersten Wahlgang übertraf sie das Absolute Mehr. Grosse Verliererin ist die CVP, die, sollte sie zum zweiten Wahlgang antreten wollen, wohl einen anderen Kandidaten ins Rennen schicken muss. Paul Rechsteiner (SP) und Thomas Müller (SVP) werden sicher in den zweiten Wahlgang gehen. Sie lieferten sich lange Zeit ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Der zweite Wahlgang findet am 15. November statt. Im Nationalrat haben die Grünen und die Grünliberalen ihre Sitze eingebüsst. Profitieren konnten die SVP und die FDP. Gewählt sind: Toni Brunner (SVP), Roland Rino Büchel (SVP), Thomas Müller (SVP), Lukas Reimann (SVP), Barbara Keller-Inhelder (SVP), Thomas Ammann (CVP), Jakob Büchler (CVP), Markus Ritter (CVP), Walter Müller (FDP), Marcel Dobler (FDP), Claudia Friedli (SP) und Barbara Gysi (SP).

Wenig überraschend hat Paul Rechsteiner bereits angekündigt, dass er erneut kandidieren wird:

Ich bedanke mich bei allen WählerInnen herzlich für das sehr gute Ergebnis im 1. Wahlgang! Die 62’944 Stimmen und Platz…

Posted by Ständerat Paul Rechsteiner on Sonntag, 18. Oktober 2015

GLP verliert im Thurgau

Im Thurgau konnten Brigitte Häberli (CVP) und Roland Eberle (SVP) ihre Sitze im Ständerat verteidigen. Der GLP-Kandidat Klemenz Somm blieb chancenlos. Im Nationalrat verliert die GLP ihren Sitz an Hermann Hess (FDP). Die anderen fünf Nationalräte behalten ihre Sitze. So ist der Thurgau in der kommenden Legislatur im Nationalrat vertreten: Edith Graf-Litscher (SP), Christian Lohr (CVP), Hansjörg Walter (SVP), Markus Hausammann (SVP), Verena Herzog (SVP) und Hermann Hess (FDP).

Klare Sache in Innerrhoden

In Appenzell Innerrhoden standen die Resultate praktisch schon vor dem Wahlsonntag fest: Ivo Bischofberger (CVP) wurde bereits an der Landsgemeinde als Ständerat bestätigt, Daniel Fässler (CVP) hatte als Bisheriger kaum Konkurrenz von Herausforderer Martin Pfister (SP).

“Zubi” überrascht in Ausserrhoden

Ebenfalls klar war, wer Ausserrhoden künftig im Ständerat vertreten würde. Andrea Caroni (FDP) war der einzige Kandidat für die Nachfolge von Parteikollege Hans Altherr. Dafür kam es beim Nationalrat zu einer Überraschung: David Zuberbühler (SVP) schaffte den Sprung. Er gewann gegen Markus Bänziger (FDP) und Jens Weber (SP). Zuberbühler: “Ich hätte nie damit gerechnet.” Er sprach davon, die “Macht der FDP in Ausserrhoden” durchbrochen zu haben. Gross ist die Enttäuschung bei Bänziger: “Das Volk hat entschieden. Aber natürlich hätte ich gerne ein anderes Resultat gehabt.”

Einen Sieg hat Jens Weber übrigens doch noch eingefahren: Er wurde Kantonsrat. Dort wolle er sich weiterhin “für eine soziale, liberale und demokratische Politik einsetzen”.

Martullo-Blocher gewählt

In Graubünden waren die beiden bisherigen Ständeräte Stefan Engler (CVP) und Martin Schmid (FDP) ebenfalls unbestritten. Sie hatten keine Konkurrenz. Im Nationalrat hat Magdalena Martullo-Blocher die Wahl geschafft. Gewählt sind: Heinz Brand (SVP), Magdalena Martullo-Blocher (SVP), Martin Candinas (CVP), Silva Semadeni (SP), Duri Campell (BDP).

(red)


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