Die Asylsuchenden sind eingezogen

Das "Bergruh" in Amden
Das "Bergruh" in Amden © Screenshot Google Maps
80 Asylsuchende sind mit Sack und Pack vom ehemaligen Altersheim Pelikan in Amden ins ehemalige Kurhaus Bergruh gezogen. Dies sind mehr Asylsuchende als vorerst geplant waren und es warten immer noch 19 weitere auf einen Platz.

Bis vor kurzem waren die Asylsuchenden im ehemaligen Altersheim Pelikan untergebracht. Dieses wurde in den letzten Monaten als kantonales Asylzentrum genutzt. Das Altersheim wird aber bald abgerissen. In den nächsten Tagen sollen dort die Bagger das Gebäude abreissen. Es war somit höchste Zeit, die Asylsuchenden umzuquartieren.

Im ehemaligen Kurhaus Bergruh wurden nun 80 Asylsuchende untergebracht. Rund die Hälfte davon sind Kinder und Jugendliche, sagt der Zentrumsleiter Stephan Trachsel gegenüber dem St. Galler Tagblatt. Die Familien seien aus Syrien, Eritrea und Afghanistan geflüchtet. In der Bergruh werden sie in Zimmern mit bis zu sieben Betten untergebracht. Dort bleiben sie so lange, bis sie einer der 77 Gemeinden im Kanton zugewiesen werden.

Im Vorfeld gab es heftige Kritik der Bevölkerung von Amden gegen das Asylzentrum. Deshalb werde es erst zu einem späteren Zeitpunkt einen Tag der offenen Türe geben. Zuerst müsse in der Bergruh der Alltag eingekehrt sein. Denn was die Bevölkerung nicht freuen dürfte: Es sind mehr Asylsuchende als geplant. Ursprünglich hätten die Asylsuchenden aus Weesen auf die St. Galler Gemeinden verteilt werden müssen, allerdings sind dort die Zentren derart überfüllt, dass Amden der einzige Ausweg war.

Leider ist aber auch die Bergruh völlig überlastet. Es warten immer noch 19 Asylsuchende auf einen Platz. Wird das Gebäude doch in ein paar Tagen abgerissen. Noch ist unklar was danach, mit den Asylsuchenden passiert.

(red)

 


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