«Die beste Zeit meines Lebens»

Er ist ein Unikat beim Radio FM1. Oder besser gesagt, war. Moderator Felix Unholz hatte am Freitag seine letzte Sendung bei FM1. «Jedes Mal, wenn ich das Mikrofon öffnete, musste ich leer schlucken», sagt er. Sein Weg führt Felix weg vom Radio-Mic – ein Leben ohne Radiomachen kann er sich im Moment trotzdem nur schwer vorstellen.

«Normalerweise trinke ich rund einen Liter in meiner Sendung, heute sind es schon über eineinhalb», sagt Felix während seiner letzten Sendung, sichtlich gerührt. Jedes Mal, wenn er das Mikrofon habe öffnen müssen, habe er einen trockenen Hals gehabt und leer schlucken müssen. «Es war eine unglaublich schöne Zeit bei FM1. Die schönste Zeit meines Lebens.» Dennoch wisse er, dass jetzt der Moment gekommen sei, abzuschliessen. «Nach sechseinhalb Jahren bei FM1 ist es auch gut, einmal etwas Neues anfangen zu können.» Felix zieht es nach Zürich, er wird dort die Online-Redaktion eines Privat-Radios leiten.

Die Redaktion überraschte Felix nach seiner letzten Moderation mit Standing Ovations.

Zu Tränen gerührt

Kurz vor 16 Uhr ist definitiv Schluss. Felix Unholz verabschiedet sich von seinen Hörern, mit einer zittrigen Stimme: «Ich glaube, das hat man auch gehört.» Dann wird er im Büro von seinen Gspänli mit einem grossen Applaus überrascht: «Dieser Moment hat mir gezeigt, wie schön es war, für Radio FM1 zu arbeiten. Wir haben wirklich das beste Team.» Bereits als sich Hörer bei ihm verabschiedet haben, seien die ersten Tränen gekommen: «Als das ganze Team dann vor mir stand und applaudierte, hat es in mir alles zusammengezogen. Ich konnte nicht mehr sprechen. Kurze Zeit später kam aber die Freude, für einen so grossartigen Radiosender gearbeitet haben zu dürfen.»

Sendungen am Baby-Radio

Ganz aus St.Gallen verschwinden möchte Felix trotz Job in Zürich aber nicht. «Ich werde versuchen, noch mindestens einmal im Monat nach St.Gallen zu kommen.» Weil er in seiner neuen Tätigkeit nicht mehr hinter dem Mikrofon stehen wird, bekommt er von der Redaktion einen Baby-Radio. So könne er weiterhin Radio machen. «Ich werde es versuchen, aber ich glaube, dass es damit schwieriger ist.»

Felix Unholz verabschiedet sich im Radio:

Gerne schauen wir auf die vielen Stunden mit Felix zurück – sei es hinter dem Mikrofon oder vor der Kamera:


(abl)


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