Die drei grössten Fehler beim Schlitteln

Schlitteln macht grossen Spass - ist aber nicht ganz ungefährlich: Pro Jahr werden 7000 Schlittler verletzt.
Schlitteln macht grossen Spass - ist aber nicht ganz ungefährlich: Pro Jahr werden 7000 Schlittler verletzt. © iStock
Schlitteln ist vermeintlich einfach und macht grossen Spass. Ganz ungefährlich ist eine Schlittenfahrt aber nicht. Wer jedoch diese drei Ratschläge beherzt, wird unfallfrei die Schlittelbahn hinunterkommen.

Jetzt hat Schlitteln Hochsaison. Was auf den ersten Blick einfach und nach jeder Menge Spass aussieht, ist tatsächlich mit einigen Risiken verbunden. Die meisten Unfälle passieren durch Stürze oder Kollisionen – etwa, wenn die Schlittler die Kurve nicht mehr kriegen oder in ein Hindernis prallen. Jedes Jahr werden in der Schweiz rund 7000 Personen beim Schlitteln verletzt. Meistens kommen sie mit leichten Verletzungen wie Verstauchungen, Zerrungen oder Prellungen davon, doch nicht selten sind Knochenbrüche oder schwere Kopfverletzungen die Folge. Zudem waren in den letzten zehn Jahren neun Todesopfer zu beklagen, wie das bfu, die Beratungsstelle für Unfallverhütung, mitteilt.

Benedikt Heer, Wintersport-Spezialist des bfu, nennt die drei grössten Fehler beim Schlitteln und erklärt, wie man es richtig macht:

1. Falsche Pistenwahl

Laut einer bfu-Statistik passieren zwei Drittel der tödlichen Unfälle auf nicht offiziellen oder gesperrten Schlittelpisten. «Deshalb ist es wichtig, auf markierten Schlittelwegen, hindernisfreien Strecken oder Hängen mit freiem Auslauf zu schlitteln», erklärt Heer.

2. Falsches Material

Wer mit einem schlecht steuerbaren Schlitten unterwegs ist, erhöht das Unfallrisiko. Am besten verwendet man einen Rodel. Hat man sich mit der Technik dieses Geräts vertraut gemacht, lässt sich der Rodel besser steuern als herkömmliche, starre Schlitten wie Davoser oder Grindelwaldner. Beim Schlitteln verzichtet jeder Zweite auf einen Helm. «‹Kluge Köpfe schützen sich›, das gilt auch auf dem Schlitten», sagt Heer. Deshalb sollte man einen Schneesporthelm sowie hohe, feste Schuhe mit gutem Profil tragen, die bei harten oder eisigen Verhältnissen mit Bremshilfen versehen werden können.

3. Keine Kenntnis der Regeln

Viele Schlittler kennen die richtigen Verhaltensregeln nicht, sind zu schnell unterwegs oder überschätzen ihr Können. Einfach die Pisten hinunterzustürzen, ist keine gute Idee. Benedikt Heer rät: «Man sollte sich an die Schlittelregeln halten und sich nicht überschätzen. Die Schlittelregeln sind bei den meisten Bergstationen ausgehängt.»

(red.)


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