Die ersten zwei Cup-Halbfnalisten werden gesucht

Jeff Saibene ist bisher in Thun sehr erfolgreich
Jeff Saibene ist bisher in Thun sehr erfolgreich © KEYSTONE/MARCEL BIERI
Heute Samstag finden die ersten zwei Cup-Viertelfinals statt. Um 18.00 Uhr treffen Aarau auf Luzern und Thun auf Zürich. Luzern und Thun gehen als Favoriten in die Partien.Thun ist im Schweizer Cup keine Übermannschaft.

Die einzige Finalteilnahme (1:3 gegen La Chaux-de-Fonds) liegt mehr als 60 Jahre zurück. Es folgten lange Jahrzehnte, in denen sich der FCT als unbedeutende Grösse im Regionalfussball tummelte und eine Zeitlang auf dem Platz Thun nur die Nummer 3 hinter Lerchenfeld und Dürrenast war. Seit der Klub in den Profifussball zurückgefunden hat, taucht Thun in den Statistiken zweimal in den Halbfinals auf. 2007/08 scheiterten die Berner Oberländer mit 0:1 an Basel, 2013/14 im Penaltyschiessen an Zürich, den Gegner an diesem Samstag.

Nicht nur der Heimvorteil sorgt dafür, dass die Thuner gegen Zürich zu favorisieren sind. Trainer Jeff Saibene begann seine zweite Amtszeit in Thun am 18. Oktober just mit einem Heimspiel gegen Zürich. Der 5:1-Sieg trug die Oberländer in ein Hoch, das nur für kurze Zeit – mit zwei aufeinanderfolgenden Niederlagen – ein wenig abflachte.

Mittlerweile haben sich die Thuner fünf Punkte vom Tabellenende gelöst, während der FC Zürich sich vorerst damit begnügen musste, die Rote Laterne an Vaduz abzutreten. Unter Trainer Sami Hyypiä errangen die Zürcher in den letzten drei Spielen immerhin die ersten zwei Heimsiege der Saison. Auch der Sieg im Cup-Achtelfinal in Bern gegen die Young Boys war ein willkommener Aufsteller.

Saibene verweist im Voraus mit Stolz auf eine prächtige Bilanz, die im Falle eines Sieges gegen Zürich zustande käme: Dannzumal hätten die Thuner unter dem Luxemburger sechs von neun Spielen gewonnen. “Besonders zufrieden bin ich damit, dass wir eine Konstanz gewonnen haben”, sagte Saibene.

Luzerns Chance

Klar ist die die Rollenverteilungen im anderen Viertelfinal vom Samstag. Luzerns Trainer Markus Babbel hat sich nach dem überzeugenden Sieg in der Meisterschaft gegen YB (3:1) einiges vorgenommen: “Als Trainer bin ich in einem Cupwettbewerb noch nie so weit gekommen”, sagte der Deutsche. “Jetzt könnten wir dieses Jahr mit dem Tüpfchen auf dem I abschliessen.” Bei Aarau ist die Vorfreude auf den Match gross. Sie deckt jedoch nur für kurze Zeit die andauernden Sorgen über die prekäre Lage in der Meisterschaft zu, in der die Aargauer mit drei Punkten Rückstand das Schlusslicht in der Challenge League sind.

Am Sonntag wird das Halbfinal-Tableau komplettiert. Dann spielen Lugano gegen Köniz (14.30 Uhr) und Sion gegen Basel (15.30 Uhr).

(SI)


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