ZERO-Künstler Heinz Mack wird 85

Heinz Mack (links) und Otto Piene stehen 2006 im Kunstpalast Düsseldorf an einer ZERO-Ausstellung vor einem zerstörten Rennwagen des Künstlers Arman (Archiv)
Heinz Mack (links) und Otto Piene stehen 2006 im Kunstpalast Düsseldorf an einer ZERO-Ausstellung vor einem zerstörten Rennwagen des Künstlers Arman (Archiv) © /EPA/FRANZ-PETER TSCHAUNER
Der deutsche Künstler Heinz Mack, Mitbegründer dieser puristischen Kunstbewegung ZERO, wird am Dienstag, 85 Jahre alt – und er ist auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Licht ist der Werkstoff für seine kühnen Projektionen und Bilderträume.

Seit Jahrzehnten verfolgt der Künstler unbeirrt seinen Weg, das Licht in seinen Kunstwerken zu nutzen.

“Ich möchte 100 Jahre alt werden, sodass ich noch die Gelegenheit habe, ein paar sehr wichtige Arbeiten zu realisieren”, sagt der agile Künstler mit den weissgrauen Haaren, die markant im Scheitel über seinem Kopf liegen. “Wenn ich ins Atelier komme, vergesse ich vollkommen, wie alt ich bin.” Sechs Stunden arbeitet Mack täglich in seiner Werkstatt, unterstützt nur von einem Schreinermeister.

Glitzernde Stelen, Lichtrotoren und Metallreliefs machten Mack bekannt. Zusammen mit Otto Piene (1928-2014) und später Günther Uecker bildete er das ZERO-Trio – eine avantgardistische Künstler-Clique, die mit Feuer, Luft, Aluminium, Plexiglas und Metall experimentierte.

Macks monochrome Reliefs und Raster sind heute Klassiker der Moderne. Mack, 1931 im hessischen Lollar geboren, liebt auch das Monumentale. Er schuf grosse Skulpturen für Parks, Strassen und Plätze von München bis Berlin, die grösste ist eine 42 Meter hohe Stele in Stuttgart. Spektakulär ist seine jüngste Installation. Neun jeweils sieben Meter hohe Pfeiler bedeckte er mit 850’000 goldenen Mosaiksteinen. Das tempelartige Kunstwerk wurde in Venedig und dann in Istanbul präsentiert.

(SDA)


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