Die Odyssee eines Greifvogels

Von Leila Akbarzada
Ausgebüchst und wieder daheim: Falke Allegra.
Ausgebüchst und wieder daheim: Falke Allegra. © pd
Bei einer Flugshow ist ein Falke des Greifvogelparks Buchs ausgebüchst. Weil er nicht ganz korrekt registriert war, dauerte es acht Tage, bis er wieder in den Park zurückkehren konnte. Nun ist er wieder wohlauf in seinem Heim.

“Wieso er genau entflohen ist, wissen wir nicht”, sagt Zora Nigg. Zusammen mit ihrem Mann Lucien leitet sie den Greifvogelpark Buchs. Sie war mit dem Falken in Obersteinach an der Kleintierausstellung für eine Flugshow. Die Vögel werden bei solchen externen Anlässen jeweils an einer 60 Zentimeter langen Schnur angebunden. Zora Nigg musste kurz etwas im Auto holen, und als sie zurück kam, war der Vogel bereits weg. “Wahrscheinlich sind Zuschauer vor Ort dem Falken etwas zu nahe gekommen”, sagt sie. Er habe sich wohl erschreckt und losgerissen.

Danach war der Vogel namens “Allegra” verschwunden, mehrere Tage. Wildhüter konnten den Vogel schliesslich einfangen. Diese brachten ihn in die Pflegestation in Vilters. Weil die Registrierungsnummer des Falken nicht aktuell war, dauerten die Abklärungen etwas länger. “Wir haben den Falken 2008 in Deutschland erworben”, erklärt Nigg. Den Fussring mit der Schweizer Registrierungsnummer haben die neuen Besitzer zwar angebracht, jedoch muss die neue Registrierungsnummer auch bei den Veterinärämtern hinterlegt werden. Weil das vergessen ging, dauerte es mehrere Tage, bis bei der Pflegestation herausgefunden wurde, wem der Vogel gehört.

Nach acht Tagen war der Vogel dann wieder zurück im Greifvogelpark Buchs.

(lak)


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