Die Ostschweizer meiden die Türkei

Die Ostschweizer wollen Sonne, Strand und Meer.
Die Ostschweizer wollen Sonne, Strand und Meer. © EPA/BERND WUESTNECK
Bei Herr und Frau Ostschweizer steht die Sommerferien-Planung an. Dieses Jahr geht es aber nicht wie üblich in die Türkei oder nach Ägypten, beliebt sind Kuba und asiatische Länder wie Myanmar oder Thailand. Dies hat unterschiedliche Gründe.

“Wir merken, dass die Leute darauf verzichten in politisch unsichere Länder zu reisen”, sagt Beat Künzler vom Reisebüro Arotur in Arosa. Die Türkei oder Ägypten seien weniger gefragt, aber auch Regionen, die immer wieder von Umweltkatastrophen heimgesucht werden. “Immer populär sind die kanarischen Inseln oder Italien”, das westliche Mittelmeer sei der neue Senkrechtstarter. Aber die Schweizer sind auch bereit, weiter wegzufliegen: “Kuba boomt”, sagt Künzler.

Alle wollen nach Kuba

Dies bestätigt auch Marcel Schlatter, Mediensprecher von Kuoni. “Kuba ist bei uns restlos ausverkauft”, das Angebot habe nicht ausgereicht, die grosse Nachfrage zu stillen. Auch die Malediven seien ein Dauerbrenner und nach Asien geht es in die Badeferien: “Viele Menschen hier in Arosa haben sechs Monate Winter hinter sich, da wollen sie an die Sonne und Badeferien machen”, erklärt Beat Künzler. Asien stehe da ganz oben auf der Liste. Vor allem Myanmar sei in letzter Zeit unter den Bündnern sehr beliebt.

Im Kanton Thurgau biete sich ein ähnliches Bild erklärt Pascal Wirth vom Mawi Reisen Frauenfeld: “Die Leute trauen sich nicht weit weg zu gehen, sie wollen kurze und vor allem sichere Reisen.” So seien die Kanaren hoch im Kurs. Entscheiden sich die Leute weiter weg zu gehen, werde oft Kuba, Australien oder Neuseeland gewählt. “Dort, wo es sicher ist und man keine negativen Schlagzeilen liest.”

Schweizer lieben Badeferien

Am Beliebtesten sind in allen drei Kantonen noch immer Badeferien. Allerdings gibt es Altersunterschiede, wenn es um die Dauer der Ferien geht. Rentner gehen häufig für längere Zeit weg, Berufsleute fliegen mehrmals für kurze Zeit in die Ferien.

Während die Terrorangst die Leute davor abschreckt in gewisse Länder zu reisen, tun das Flugzeugabstürze nicht. Obwohl die Leute das Gefühl haben, in letzter Zeit gäbe es mehr Unfälle, verreisen sie immer noch am Liebsten mit dem Flugzeug: “Das gefährlichste ist immer der Transport bis zum Flughafen”, sagt Beat Künzler.

(abl)

 


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