Die Pflicht problemlos erfüllt

Die Spieler kommen bei unserer Bewertung mit einem befriedigenden Resultat weg.
Die Spieler kommen bei unserer Bewertung mit einem befriedigenden Resultat weg. © Tagblatt
Nach einer starken ersten und einer schwächeren zweiten Halbzeit gewinnt der FC St.Gallen problemlos auswärts in Baden, kassiert dabei allerdings gleich drei Tore gegen die drei Ligen tiefer spielenden Aargauer. Konzentrationsmängel in der Verteidigung gegen Ende des Spiels trüben dabei einen ansonsten sehr erfreulichen Sonntag. Hier die Spielerbewertung:

Tor:

Dejan Stojanovic: Note: 4,0. Kaum geprüft und trotzdem drei Tore kassiert. Hielt, was er halten musste, hatte aber auch keine Big Saves, wie sie Daniel Lopar regelmässig zeigt.

Verteidigung:

Silvan Hefti: Note 4,5. Nach der Verletzungspause direkt wieder bester Mann in der Verteidigung der St.Galler, ist einfach wesentlich weniger fehleranfällig als seine Nebenleute.

Karim Haggui: Note 4,0. Steht aufgrund seiner Erfahrung meist richtig, seine Tempodefizite werden aber sogar gegen die unterklassigen Badener ersichtlich.

Silvan Gönitzer: Note 3,5. Keine gute Leistung des Debütanten. Wird beim Anschlusstreffer der Badener von seinem Gegenspieler mittels einfachem Haken stehen gelassen und wirkt auch in der zweiten Halbzeit defensiv fahrig und unkonzentriert. Offensiv dafür mit einem Lattenkopfball und einem guten Weitschuss.

Mittelfeld:

Marco Aratore: Note 5,5. Klar bester Mittelfeldspieler der Espen. Vor allem in der ersten Halbzeit lief quasi jeder Angriff über ihn. Krachende Weitschüsse sind seine Spezialität, ein wunderschönes Tor gelang ihm heute, dazu hatte er auch Pech mit seinem Lattenschuss.

Gjelbrim Taipi: Note 4,5. Zeigte sehr gute Ansätze, ab und zu mit einer Prise Genialität, die vielen seiner Mitspieler fehlt. Gelegentlich aber auch zu leichtsinnig und zu wenig robust in den Zweikämpfen.

Peter Tschernegg: Note 5,0. Zeigt sich weiterhin als klare Verstärkung. Spielt den Ball jeweils schnell und präzise weiter, ein absoluter Teamplayer.

Stjepan Kukuruzovic: Note 4,0. Diskrete Vorstellung, war wesentlich weniger präsent als Tschernegg, den er zur Pause ersetzte.

Yannis Tafer: Note 4,0. Ein Tor mittels Penalty erzielt, dazu ein bis zwei weitere gute Szenen. Zu wenig gegen einen Unterklassigen, er wirkt verunsichert und der letzte Wille scheint ebenfalls zu fehlen.

Andreas Wittwer: Note 5,0. Auch er mit einer starken Leistung auf dem Flügel, wo er fast mehr zu überzeugen weiss als jeweils als Aussenverteidiger. Ist kein Dribbelkünstler, jedoch stets passsicher, mit guten Flanken und heute auch überraschend torgefährlich.

Sturm:

Boris Babic: Note 5,5. Ein Tor, drei Assists. Stets wirblig und für die Badener nur schwer zu stoppen, so nutzt man seine Chance in der ersten Mannschaft.

Roman Buess: Note 6,0. Drei Tore, dazu noch ein Lattenschuss. Mit solchen Statistiken wird man natürlich Man of the Match, war mit seiner Physis für die Verteidigung der Aargauer nicht zu kontrollieren.

FM1Today-Teamschnitt (Durchschnitt aller benoteten Spieler): 4,6

Fazit: Alles in allem eine befriedigende Leistung, besonders die Offensive wusste gegen einen allerdings inferioren Gegner zu überzeugen. Die Defensive bestätigt ihr Bild aus den ersten drei Meisterschaftsspielen und wirkte auch heute unkonzentriert.

Nächsten Mittwoch wartet mit Lugano ein wesentlich stärkerer Gegner, der die St.Galler Fehler konsequenter ausnutzen wird, wie er es schon vor Spielabbruch vor zwei Wochen zeigen konnte. Die Espen sollten also trotz des einfachen Weiterkommens gewarnt sein, denn eine dritte Chance dürften sie gegen Lugano nicht erhalten.

(jgr)


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