Die Talsohle auf dem Schweizer Arbeitsmarkt scheint durchschritten

Der Schweizer Arbeitsmarkt scheint sich langsam vom Frankenschock zu erholen - auch dank der besseren Sitatuin im Gesundheitswesen. (Symbolbild)
Der Schweizer Arbeitsmarkt scheint sich langsam vom Frankenschock zu erholen - auch dank der besseren Sitatuin im Gesundheitswesen. (Symbolbild) © KEYSTONE/LAURENT GILLIERON
Der Abwärtstrend auf dem Schweizer Arbeitsmarkt könnte bald zu Ende sein. Der Beschäftigungsindikator der Konjunkturforschungsstelle KOF der ETH Zürich rechnet zwar weiterhin mit einem Stellenabbau, jedoch scheint die Talsohle durchschritten.

Wie im Oktober lag der Beschäftigungsindikator im Januar im negativen Bereich. Damit ist die Zahl der Unternehmen, welche einen Stellenabbau ins Auge fassen, immer noch grösser als die Zahl der Unternehmen, die einen Stellenaufbau anpeilen.

Die befragten Unternehmen waren Anfang Jahr aber weniger pessimistisch als noch vor drei Monaten. Der Indikator liegt neu bei minus 2,9 Punkten, was gegenüber dem Oktober-Wert von minus 5,9 Punkten eine deutliche Verbesserung darstellt.

“Der leichte Anstieg ist relevant, weil der Indikator eine frühe Einschätzung der Lage auf dem schweizerischen Arbeitsmarkt erlaubt”, teilte die KOF am Mittwoch mit. Die Aufwärtstendenz lasse erhoffen, dass der Arbeitsmarkt die schlimmste Phase nach dem Frankenschock hinter sich habe.

Insbesondere die Dienstleistungsbranche ist laut der KOF auf dem aufsteigenden Ast. Die Indikatoren des Bankensektors, des Grosshandels, des Informations- und Kommunikationswesens sowie des Gesundheits- und Sozialwesens stiegen gegenüber dem Vorquartal an.

Der Detailhandel und das Versicherungsgewerbe hinkt dagegen weiterhin hinterher. Auch in den Exportbranchen dürfte die Arbeitsmarktlage angespannt bleiben. Im Baugewerbe schliesslich scheint sich der zuletzt beobachtete Trend einer abnehmenden Arbeitsnachfrage fortzusetzen. Diese Branche hatte zuvor während Jahren zum Beschäftigungswachstum in der Schweiz beigetragen.

(SDA)


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