UNO-Klimakonferenz wird verlängert

Die UNO-Klimakonferenz geht in die Verlängerung. Noch bis morgen Samstag haben die Teilnehmer Zeit, sich auf ein Abkommen zu einigen. Ziel ist es, die weltweite Klimaerwärmung zu stoppen. (Archiv)
Die UNO-Klimakonferenz geht in die Verlängerung. Noch bis morgen Samstag haben die Teilnehmer Zeit, sich auf ein Abkommen zu einigen. Ziel ist es, die weltweite Klimaerwärmung zu stoppen. (Archiv) © KEYSTONE/AP/CHRISTOPHE ENA
Die UNO-Klimakonferenz wird bis Samstag verlängert. Das angestrebte weltweite Klimaschutzabkommen soll laut der neuen Planung am Samstag verabschiedet werden, wie die französische Konferenzleitung am Freitagmorgen mitteilte.

Am Donnerstagabend hatte Frankreichs Aussenminister Laurent Fabius bei der Konferenz in Le Bourget bei Paris einen neuen Entwurf für das Abkommen vorgelegt. Dieser soll nun noch den Freitag über in den Delegationen beraten werden, wie ein Vertreter der Konferenzleitung sagte.

Eigentlich sollte die Klimakonferenz schon am Freitag mit einer Einigung auf das neue Abkommen enden. Über den neuen Text soll nun aber weiter in den Delegationen beraten werden, wie die Konferenzleitung mitteilte.

Am Samstagmorgen wollen die Franzosen dann einen endgültigen Text vorgelegen, gegen Mittag soll das Klimaschutzabkommen verabschiedet werden. “Die Dinge entwickeln sich in die richtige Richtung”, wurde Fabius von dem Vertreter zitiert.

Der neue Text enthält neben dem Ziel, die Erderwärmung auf zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen, auch den besonders von den kleinen Inselstaaten geforderten Grenzwert von 1,5 Grad Erderwärmung – allerdings nur als ein zusätzliches Ziel, um Risiken und Klimaschäden deutlich zu verringern.

Mit Blick auf die eingereichten nationalen Pläne zur Verringerung der Emissionen heisst es, diese sollten ab 2023 alle fünf Jahre überprüft werden. Allerdings soll es laut einer ergänzenden Entschliessung bereits 2019 eine informelle Neubewertung geben.

Emissionen sollen weltweit so schnell wie möglich sinken mit dem Ziel einer CO2-Neutralität in der zweiten Jahrhunderthälfte. Gefordert werden auch zusätzliche Anstrengungen beim Klimaschutz in der Zeit bis zu dem für 2020 geplanten Inkrafttreten des neuen Abkommens.

Zu Forderungen von Entwicklungsländern nach Schadenersatz bei durch den Klimawandel verursachten Schäden heisst es, es sollten Verfahren zum Umgang mit dieser Frage entwickelt werden. Dazu sind im Text allerdings noch mehrere Varianten vorgesehen.

Bekräftigt wird das Versprechen der Industriestaaten, ärmeren Ländern ab 2020 jährlich mindestens hundert Milliarden Dollar für Klimaschutz und die Bewältigung von Klimafolgen zur Verfügung zu stellen.

(SDA)


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