Diese Frauen bilden eine christliche WG

Noemi Locher (rechts) und ihre Mitbewohnerinnen Madleina (links) und Lara (Mitte).
Noemi Locher (rechts) und ihre Mitbewohnerinnen Madleina (links) und Lara (Mitte). © zVg
Zuhause soll man seinen Glauben leben können. Dank einer christlichen WG ist dies für die Schaffhauserin Noemi Locher möglich. Die junge Frau erzählt, weshalb ihre Wohnform die richtige für sie ist – und man sie nicht mit einem Kloster vergleichen kann. 

«Gründet man eine WG, sucht man seine Mitbewohner nach gewissen Kriterien aus, seien es die persönlichen Interessen oder der Beruf. Bei uns ist es der Glaube, der uns verbindet», erzählt die Schaffhauserin Noemi Locher in der FM1-Sendung «Gott und d’Wält». Gemeinsam mit zwei weiteren jungen Frauen ist sie im vergangenen Herbst in eine christliche Wohngemeinschaft gezogen, welche die katholische Kirche in Basel in einem ihrer Gebäude eingerichtet hat.

«Kein Gelübde abgelegt»

An ein Kloster erinnert ihre Wohnform kaum, findet Noemi, die in einer Musikschule arbeitet. «Wir haben kein Gelübde abgelegt.» Viel eher sei es ihr und den Mitbewohnerinnen wichtig, sich abends nach der Arbeit oder dem Studium auszutauschen. «Wir sprechen darüber, wie für uns der Tag verlief, was uns schwer fiel. Wir geben einander dann Tipps, wie wir uns verbessern könnten, und beten für spezielle Situationen.»

Gemeinsam Glaubensfragen diskutieren

Während ihres Musikstudiums lebte Noemi in einem Wohnheim mit den unterschiedlichsten Kulturen und Religionen zusammen. Dies war sehr wertvoll für die Schaffhauserin. Doch nun geniesst sie es, sich vermehrt mit dem eigenen Glauben auseinanderzusetzen. «Wenn man mit Menschen wohnt, welche die gleiche Religion haben, kann man gemeinsam Glaubensfragen diskutieren. Das bringt einen weiter im Leben.»

Kein Rechtfertigen

Ausserdem sei es angenehm, den christlichen Glauben zu leben, ohne sich rechtfertigen zu müssen. Noemi nennt das Gebet vor dem Essen: «In der Öffentlichkeit lässt man das manchmal aus Respekt vor den anderen weg. Es ist schwierig, sich zu outen.» Unter Gleichgesinnten falle diese Schwelle weg.

Einander mit Liebe begegnen

Streit hatten Noemi und ihre Mitbewohnerinnen bislang nicht. Dank den christlichen Werten, welche alle drei teilen, gelinge ein angenehmer Umgang miteinander, auch, wenn es um unangenehmere Dinge wie Ämtli gehe. «Statt uns zu beleidigen, begegnen wir einander mit Liebe.»

Würdest du in einer christlichen WG leben wollen?

Die neue «Gott und d’Wält»-Ausgabe zum Nachhören:

(lag)


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