Diese Ostschweizer erleichtern deine Terminorganisation

Philipp Brühwiler und Pascal Rechsteiner.
Philipp Brühwiler und Pascal Rechsteiner. © pd
Welches sind die wohl beliebtesten Apps, um sich zum Kaffee zu treffen oder einen Europapark-Besuch zu organisieren? Für ersteres wohl WhatsApp und letzteres Doodle. Eine neue App zweier Ostschweizer soll dies vereinfachen. «nize» heisst das Baby. Mit einmaligem Aufwand sollen Termine organisiert werden.

Philipp Brühwiler (31) aus St.Gallen und Pascal Rechsteiner (33) aus Niederteufen haben Ende März eine neue App auf den Markt gebracht. «nize» soll das Organisieren von Terminen erleichtern. «Wir haben den Namen gewählt, weil es nice, also toll ist, mit der App zu hantieren, ausserdem sind es die letzten Buchstabe von ‹organize›», erklären die Unternehmer.

«Vereine können ihre Trainings eintragen, privat kann die App dafür genutzt werden, Geburtstags- oder Grillpartys zu organisieren», sagt Philipp Brühwiler. Er ist der Meinung, dass es mit Apps wie WhatsApp, dem Messenger oder Doodle relativ schwierig sei, fixe Termine clever zu organisieren. «Man rennt den Leuten nach, wartet teilweise lange auf eine Antwort und hat nicht alle Infos auf einen Blick», sagt Brühwiler. Dieser Umstand hat ihn und Rechsteiner dazu gebracht, «nize» zu entwickeln.

Umsetzung dauerte sechs Monate

«Wir merkten im Freundeskreis, dass wir etwas brauchen, um unkompliziert alles zu organisieren. Wir trafen uns regelmässig zum Pokern. Irgendwann wurde das aber weniger. Alle wollten wieder mehr spielen, keiner wollte es aber organisieren», sagt Rechsteiner. Vor zwei Jahren haben die beiden damit begonnen, die App zu planen und wollten sie zuerst selbst programmieren. Doch da der Aufwand grösser war, als gedacht, haben sie sich Partner mit ins Boot geholt, welche die Entwicklung in die Hand nahmen. Die effektive Umsetzung der App hat rund ein halbes Jahr gedauert. Finanziert wurde die App ohne Investoren, es gebe aber Gespräche.

Einmal erfasst, läuft alles automatisch

In der App erstellt man einen Termin, legt einen Anmeldeschluss fest und lädt die Teilnehmer ein. Es können wiederkehrende und einzelne Termine erfasst werden. Dann übernimmt «nize». Jeder Teilnehmer erhält eine Einladung und wird daran erinnert, wenn er noch nicht zu- oder abgesagt hat. Jeder, der zusagt, ist automatisch in einem Chat mit allen, die kommen. Termine, die wöchentlich stattfinden, zum Beispiel ein Fussballtraining, müssen nur einmal erfasst werden. Die Einladung an die Teilnehmer erfolgt dann automatisch jede Woche. Es kann eingetragen werden, wie viele Leute es braucht, damit der Termin stattfinden kann. «Wir sehen darin einen grossen Mehrwert, da nach dem Erstellen alles automatisch durch nize organisiert wird», meint Brühwiler.

Bereits viele aktive Nutzer

«nize» kann gratis heruntergeladen werden und das soll auch so bleiben. Kann so überhaupt Geld verdient werden damit? «Wir möchten mit der App vor allem Vereine und Gruppen ansprechen. Und wir könnten uns vorstellen, dass solche, die Serientermine organisieren wollen und grössere Veranstaltungen planen, dafür zahlen müssen», sagt Brühwiler. Andere Ideen sind noch nicht spruchreif. Davon leben können sie noch nicht, beide haben einen Job. Rechsteiner ist IT-Projektleiter, Brühwiler arbeitet im Management-Consulting. Zuerst soll die App regional bekannt werden. «Wir möchten aber gerne international tätig werden und andere Sprachen anbieten», sagt Brühwiler. Es sind bereits User im dreistelligen Bereich aktiv: «Damit sind wir relativ zufrieden, erhalten sehr positives Feedback und wir sehen, dass es sich gut herum spricht und aktiv genutzt wird», sagt Brühwiler.

(red.)


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