Diese Pflanzen bedrohen uns

Der Riesenbärenklau ist auf dem Vormarsch, er kann üble Verbrennungen auf der Haut verursachen.
Der Riesenbärenklau ist auf dem Vormarsch, er kann üble Verbrennungen auf der Haut verursachen. © iStock
Sie sind zum Teil richtig hübsch anzusehen, doch manche von diesen nichteinheimischen Pflanzen können beträchtliche Schäden anrichten: Sie sind giftig für Mensch und Tier, bringen Hänge ins Rutschen und verdrängen einheimische Pflanzen.

Die Probleme mit den eingeschleppten Pflanzenarten wie Riesenbärenklau, Goldrute und Sommerflieder sind nicht neu, doch bis anhin haben die Massnahmen zur Bekämpfung im Kanton St.Gallen zuwenig gefruchtet. Am Dienstag hat St.Gallen eine neue Neophytenstrategie veröffentlicht.

Wichtigste Neuerung: Die Bekämpfung der Pflanzen soll gemeindeübergreifend organisiert werden und die Bevölkerung vermehrt für die Problematik sensibilisiert werden. Zwar kann die neue Strategie des Kantons Schwerpunkte vorgeben, jedoch nicht für jede Situation im Kanton eine konkrete Lösung vorschlagen. Letztlich wird es vermehrt an den Gemeinden liegen, diese Pflanzen nachhaltig zu entfernen.

Rasante Vermehrung der Giftpflanze

Gerade bei dem schmalblättrigen Greiskraut herrscht Handlungsbedarf, es produziert Alkaloide und ist für Mensch und Vieh giftig. Es wurde aus Südafrika eingeschleppt und verbreitetet sich rasant entlang von Autobahnen und Bahnlinien. Für die Landwirtschaft dürfte eine Verbreitung auf Weiden und Äcker höchst problematisch werden, dies ist in Frankreich bereits geschehen.

Das hübsche Greiskraut verbreitet sich entlang der Autobahnen und Bahnlinien - es ist hochgiftig für Mensch und Tier.

Das hübsche Greiskraut verbreitet sich entlang der Autobahnen und Bahnlinien – es ist hochgiftig für Mensch und Tier. ©iStock

Ambrosia erfolgreich ausgerottet

Ein positives Beispiel in Sachen erfolgreicher Bekämpfung ist Ambrosia. Dank konsequentem und diszipliniertem Vorgehen konnte die Verbreitung im Kanton St.Gallen weitgehend eingedämmt werden. «Dank der rigorosen Bekämpfungsmassnahmen sind seit 2014 keine Bestände mehr bekannt», schreibt der Kanton.

Die grössten Probleme verursachen folgende sechs Pflanzen (siehe auch Galerie): Der Riesenbärenklau, das schmalblättrige Greiskraut und Ambrosia verursachen gesundheitliche Probleme,weil sie giftig sind. Schäden an Uferbefestigungen, Infrastrukturanlagen oder Gebäuden werden durch den Japanischen Knöterich verursacht. Die amerikanische Goldrute, das Springkraut und der Sommerflieder verdrängen einheimische Arten.

(agm)


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