Köniz zum dritten Mal Cupsieger

Dietlikons Spielerinnen jubeln nach dem letzten verwandelten Penalty
Dietlikons Spielerinnen jubeln nach dem letzten verwandelten Penalty © KEYSTONE/PETER SCHNEIDER
Köniz und Dietlikon sind die Cupsieger 2016. Köniz setzt sich in Bern 7:3 gegen GC durch. Dietlikons Frauen verteidigen den Titel gegen die Red Ants Winterthur mit einem 7:6 n.P. erfolgreich.Floorball Köniz entpuppt sich in dieser Saison immer mehr als die Mannschaft, die es zu schlagen gilt.

In Bern sicherte sich der Qualifikationssieger der laufenden Meisterschaft im Cupfinal mit einem ungefährdeten Sieg über die Grasshoppers den ersten Titelgewinn seit 2008. Ein zweiter könnte am 30. April im Superfinal der NLA-Meisterschaft folgen.

Vor allem die Art und Weise, wie das starke Könizer Kollektiv Cupsieg perfekt machte, beeindruckte. Auf dem Weg in den Final hatte Köniz Vorjahressieger Malans (6:5) und Schweizer Meister Wiler-Ersigen (5:4) ausgeschaltet. Nun bissen sich auch die Grasshoppers mit dem schwedischen Weltklasse-Spieler Kim Nilsson am Berner Bollwerk die Zähne aus.

Köniz ging bereits nach zwei Minuten in Führung, legte bis zur 10. Minute mit zwei weiteren Treffern nach und zog im Mitteldrittel auf 6:1 davon. Danach verwaltete es den Vorsprung souverän – auch als GC früh mit sechs Feldspielern die Wende erzwingen wollte.

Derweil die Zürcher ihren Topskorer erfolglos forcierten, dieser aber erst 10 Minuten vor Schluss zum 3:7 ein erstes Mal reüssierte, liess Köniz, dessen Ausgeglichenheit auf höchstem Niveau in der Schweiz seinesgleichen sucht, früh keine Zweifel über den Sieger offen. In der Offensive stahl der wieder erstarkte Nationalspieler Emanuel Antener Kim Nilsson die Show. Der Filigrantechniker bereitete einen Könizer Treffer vor und erzielte zwei selbst.

Dietlikon verteidigt den Titel erfolgreich

Bei den Frauen machte es Dietlikon auf dem Weg zur erfolgreichen Titelverteidigung unverhofft spannend. Der favorisierte NLA-Qualifikationssieger verspielte im Schlussdrittel ein 5:1 und setzte sich schliesslich erst im Penaltyschiessen durch. Das Zünglein an der Waage spielten am Ende Dietlikons Schwedinnen: Während bei den Red Ants in der Endausmarchung keine Spielerin Torhüterin Monika Schmid bezwang, trafen für Dietlikon der Reihe nach Linn Lundström, Ann-Sofie Sundholm und Petra Weiss.

Michelle Wiki, Andrea Gämperli und Laura Mertsalmi hatten mit drei Toren in den ersten zehn Minuten im Duell der beiden Zürcher Klubs früh für vermeintlich klare Verhältnisse gesorgt. Die Red Ants gaben sich aber nicht geschlagen, auch als Wiki nach Spielhälfte das 5:1 und Sundholm 14 Minuten vor Schluss das 6:3 erzielte. Mit zwei Treffern in den Schlussminuten retteten sie sich in die Verlängerung.

Für Dietlikon war es der siebte Cupsieg der Klubgeschichte. In der laufenden Saison setzte sich Dietlikon in allen vier Direktvergleichen durch. In einem Cupfinal bezwangen sie ihre langjährigen Rivalinnen aber im fünften Anlauf zum ersten Mal. Mit elf Titeln bleiben die Red Ants die Rekordsiegerinnen in diesem Wettbewerb. In ihrem 13. Final verloren die Winterthurer Cup-Spezialistinnen erst zum dritten Mal.

(SDA)


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