Federer startet mit klarem Sieg in die ATP-Finals

Praktisch unantastbar: Novak Djokovic startete mit einem deutlichen Sieg in die ATP-Finals
Praktisch unantastbar: Novak Djokovic startete mit einem deutlichen Sieg in die ATP-Finals © KEYSTONE/AP/FRANCOIS MORI
Roger Federer startet mit einem souveränen Sieg in die ATP-Finals in London. Der 34-jährige Baselbieter bezwingt zum Auftakt der Gruppenspiele Tomas Berdych 6:4, 6:2.Federer war miserabel in die Partie gestartet. Nach zwei Doppelfehlern in Folge verlor er sein erstes Aufschlagspiel zu Null.

Danach spielte in der O2-Arena aber nur noch einer: der Masters-Rekordsieger aus der Schweiz. Mit einem Zwischenspurt von 10:0 Punkten korrigierte Federer seinen Fehlstart, beim Stand von 4:4 gelang ihm das zweite Break, welches ihm die Satzführung brachte.

Im zweiten Durchgang trat Federer noch dominanter auf. Schnell lag er 4:0 in Führung, wobei er mit seinem Gegenüber phasenweise Katz und Maus spielte. Nach 69 Minuten verwertete er seinen zweiten Matchball mit einem weiteren Winner und kam somit im 21. Duell mit dem Tschechen zu seinem 15. Sieg. Für Federer war es der 60. Erfolg im laufenden Jahr.

Federer nimmt in London bereits zum 14. Mal in Folge an den ATP-Finals teil – ein weiterer Rekord in seinem beeindruckenden Palmares. Mit sechs Titeln ist Federer der Rekordsieger am Saisonendturnier, seinen letzten Triumph feierte er 2011. Im letzten Jahr qualifizierte sich die Weltnummer 3 für den Final, für den Federer wegen seiner Rückenverletzung aber Forfait erklären musste.

Dank dem Sieg Federers kommt es am Dienstag im zweiten Gruppenspiel bereits zum Giganten-Duell zwischen dem Schweizer und Novak Djokovic. Die Weltnummer 1 aus Serbien hatte in seinem ersten Gruppenspiel den Japaner Kei Nishikori in 65 Minuten 6:1, 6:1 deklassiert.

Die Partie zwischen dem Titelverteidiger und der Weltnummer 8 aus Japan hatte mit einer Schweigeminute für die Terroropfer in Paris begonnen und endete mit der Übergabe des Pokals für die Nummer 1 des Jahres an Djokovic. Schon seit Wochen steht fest, dass der Serbe nicht mehr von der Spitze verdrängt werden kann. Was die über 17’000 Zuschauer in der Londoner O2 Arena dazwischen zu sehen bekamen, war Kurzarbeit des überlegenen Branchenleaders. Djokovic war Nishikori in allen Belangen überlegen.

Djokovic erweckte nie den Eindruck, ans Limit gehen zu müssen. Der 28-jährige Serbe verlängerte einige imposante Serien. Er gewann seine 23. Partie hintereinander (seit dem Final in Cincinnati gegen Roger Federer im August). In der Halle ist Djokovic sogar seit November 2012 ungeschlagen, als er in der 2. Runde des Turniers in Paris-Bercy gegen Sam Querrey verlor. Er feierte gegen Nishikori seinen 38. Indoor-Sieg hintereinander. An den ATP-Finals ging er letztmals 2011 nach dem Gruppenspiel gegen Landsmann Janko Tipsarevic als Verlierer vom Platz (seither 15 Siege).

(SI)


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