Döner-Preiskampf in der Ostschweiz

In der Ostschweiz zanken sich Dönerverkäufer um den Preis.
In der Ostschweiz zanken sich Dönerverkäufer um den Preis. © ky
Nachdem in Winterthur ein Döner-Kartell aufgedeckt wurde, regt sich auch in der Ostschweiz mancher Dönerladen auf. Grund dafür sind die unterschiedlichen Preise für ein und dasselbe Produkt.

“Die haben doch recht mit der Preisabsprache”, sagt ein Degersheimer Dönerladen-Betreiber. Er versteht den Unmut vieler seiner Kollegen: “Nur ein Beispiel: Es gibt in Rorschach Läden, die zwischen fünf und sieben Franken für einen Döner verlangen. So was ist doch nur eine billige Variante, um mehr verkaufen zu können”, so der Döner-Verkäufer. Es könne ja nicht sein, dass Läden, die den gleichen Lieferanten hätten, den Preis um die Hälfte drücken können.

Der durchschnittliche Preis für einen Döner Kebab liegt etwa bei zehn Franken in der Ostschweiz. Im Einkauf liegt der Preis des Fleisches bei etwa zehn Franken pro Kilo, was bei einer Füllmenge von rund 180 Gramm Fleisch 1.80 Franken ausmacht. “Dazu kommen noch die Zutaten, die Arbeit, Miete, das Brot und und und”, enerviert sich Akköpü, ein Döner-Verkäufer aus Rüti. Er würde niemals einen Döner für fünf Franken essen, “da muss doch was faul sein.” Er ist damit nicht allein. Auch andere Döner-Ladenbetreiber finden die Preisabsprache in Winterthur eine gute Lösung: “Wenn die Migros am Take-Away für ein lumpiges Brötchen mit zwei Scheiben Fleisch schon acht Stutz verlangen kann, müssen wir unsere Preise auch überdenken”, so ein Buchser Döner-Verkäufer.

Dass sich die Preise jetzt erhöhen sollen, glaubt indes keiner der befragten Döner-Verkäufer: “Wir haben seit zehn Jahren die gleiche Preis und werden nicht teurer”, so ein Stadt St.Galler Dönermann.

(rar)


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