Dominique Gisin taucht gerne unter

Physikstudentin Dominique Gisin: Der Abschied vom Skisport war heftiger als die eine oder andere Trennung. (Archivbild)
Physikstudentin Dominique Gisin: Der Abschied vom Skisport war heftiger als die eine oder andere Trennung. (Archivbild) © Keystone/ALEXANDRA WEY
Früher stand sie im Rampenlicht, heute verschwindet sie in der Masse der Studenten: Ex-Skirennfahrerin Dominique Gisin. Kein Problem für die 31-Jährige: «Ich bin froh, dass ich nicht mehr so exponiert bin.»

Jede ihrer Handlungen, jede Krise, die sie durchgemacht habe, sei öffentlich gewesen. An der Uni interessiere es niemanden mehr, wie sie an der Prüfung abschneide – ausser sie selbst. «Ich finde das nach allen den Jahren im Rampenlicht ganz angenehm», sagte die Physik-Studentin im Interview mit der «Coopzeitung». Allerdings sei sie nun auch vollkommen auf sich gestellt, während einen im Skisport alles abgenommen werde.

Und wer denkt, im Spitzensport gehe es hart zu und her, war noch nie an der ETH Zürich, wo Gisin studiert. In einem Vorlesungssaal mit 450 Studenten könne es «ganz schön ruppig zu und her gehen», sagt die Engelbergerin.

Nicht nur das Rampenlicht vermisst Gisin nicht: Seit sie mit dem Spitzensport aufgehört habe, sei sie kein einziges Mal in einen Kraftraum zurückgekehrt.

Auch wenn Gisin zufrieden ist mit ihrem Studentenleben, leicht fiel ihr der Abschied vom Profisport nicht. Es fehle ihr, jeden Tag auf den Ski zu stehen. Ebenso das Reisen in andere Länder. Ja, es sei sogar eine Art Trennungsschmerz, den sie erlebt habe, «wobei es vielleicht sogar heftiger war als bei der einen oder anderen Beziehung».

(SDA)


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