Drei neue Durchgangsplätze sollen entstehen

Der Gemeindepräsident von Rüthi fordert Durchgangsplätze für Fahrende.
Der Gemeindepräsident von Rüthi fordert Durchgangsplätze für Fahrende. © TVO
Seit Pfingstmontag machen Fahrende aus Frankreich in Rüthi Halt. Obwohl sie nicht negativ aufgefallen sind, gibt es einzelne Anwohner, die sich ab den Roma gestört fühlen. Der Kanton St.Gallen verspricht jetzt Besserung.

Rund 30 Wohnwagen stehen aktuell auf der Wiese eines Bauern in Rüthi. Die Fahrenden aus Frankreich bleiben, wenn alles gut geht, drei Wochen. Vorher waren sie in Sennwald. Dort waren die Fahrenden nicht wirklich willkommen, da sie angeblich Dreck hinterliessen.

Keine Auffälligkeiten

Der Gemeindepräsident von Rüthi wohnt gleich oberhalb der Wiese, auf der die Roma campieren. Ihm sind die Fahrenden nicht negativ aufgefallen: «Nach der negativen Berichterstattung über die Fahrenden in Sennwald, wollten wir uns selbst ein Bild machen. Bis jetzt ist uns weder Dreck von Menschen noch von Hunden aufgefallen», sagt Philipp Scheuble, Gemeindepräsident von Rüthi.

Bis jetzt gibt es noch keine offiziellen Beschwerden, einzelne Anwohner haben aber Angst, dass die Fahrenden Dreck hinterlassen und viel Lärm machen könnten.

Bis jetzt scheiterten Durchgangsplätze

Für den Gemeindepräsident von Rüthi liegt die Lösung auf der Hand: Die lang ersehnten Durchgangsplätze müssen her. Für diese sucht der Kanton St.Gallen schon seit über zehn Jahren nach geeigneten Standorten: «Wir haben ein Konzept für fünf bis sechs Durchgangsplätze. Für diese Durchgangsplätze braucht es aber eine Zonenänderung und gegen diese Zonenänderung wurde in den Gemeinden immer das fakultative Referendum ergriffen. In Thal und Gossau wurden die Zonenänderungen abgelehnt», sagt Ueli Strauss, Kantonsplaner von St.Gallen.

Neue Standort sollen provisorisch entstehen

Der Kantonsplaner verspricht aber Besserung. Bis im Sommer 2019 sollen drei provisorische Standorte entstehen. Je einer im Fürstenland, im Rheintal und im Sarganserland. Diese Plätze sollen während drei Jahren betrieben werden und Schweizern, aber auch kleineren Gruppen ausländischer Fahrender zur Verfügung stehen.

Die genauen Standorte werden noch nicht verraten, da laufen noch Gespräche mit den Gemeinden.

TVO-Beitrag vom 23. Mai 2018

(Marc Sieger/abl)


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