Drei Tote bei Flugzeugabsturz

Rettungskräfte bei der Absturzstelle.
Rettungskräfte bei der Absturzstelle. © Keystone
Beim Absturz eines kleinen Flugzeugs in der Nähe des Bodensees in Baden-Württemberg sind drei Menschen ums Leben gekommen. Die Cessna war laut Polizei auf dem Weg vom Flugplatz Frankfurt-Egelsbach nach Friedrichshafen. Warum es bei Ravensburg abstürzte, war unklar.

An der Unfallstelle seien die sterblichen Überreste von drei Personen gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher am Abend. «Wir gehen davon aus, dass es sich um die Insassen handelt.»

Die Absturzstelle liegt nach Berichten von Augenzeugen in einem kleinen Waldgebiet in der Nähe des Waldburger Teilortes Sieberatsreute. Der Unglücksort selbst ist abseits von Wohngebieten. Die Polizei sperrte das Gelände am Abend weiträumig ab, das Waldgebiet war mit mehreren Scheinwerfern hell erleuchtet.

Das Gelände sei recht unzugänglich, sagte der Sprecher weiter. Zudem schneie es in der Region. «Die Einsatzkräfte sind dort ziemlich gefordert.» Dennoch liefen die Polizeimassnahmen weiter. «Wir werden die ganze Nacht vor Ort sein.» Es werde unter anderem nach Hinweisen gesucht, die Aufschluss über die Identität der Opfer geben könnten. Auch Sachverständige der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung würden noch in der Nacht an der Unglücksstelle erwartet.

Der Polizei zufolge handelte es sich bei dem Kleinflugzeug um eine Cessna 510. Solche Maschinen werden häufig als Geschäftsflugzeuge eingesetzt. Ob es sich bei dem Flug am Donnerstag um eine Privat- oder Geschäftsreise gehandelt habe, sei derzeit aber noch unklar, sagte der Sprecher weiter. «Dazu haben wir noch keine Erkenntnisse.»

In der Region war es erst im Sommer zum Absturz eines Kleinflugzeuges gekommen: Eine Propellermaschine vom Typ Piper Malibu war im August mit zwei Menschen an Bord in Zürich gestartet und wenig später nahe der Blumeninsel Mainau ins Wasser gestürzt. Der 74 Jahre alte Pilot und seine 75 Jahre alte Partnerin – beide Schweizer Staatsangehörige – kamen ums Leben.

(SDA)

(Video: «Schwäbische Zeitung»)

(SDA/red.)


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