Drohungen gegen St.Galler Migrationschef

Nach der Ausschaffung einer 17-jährigen Serbien wird der Chef des Amtes bedroht.
Nach der Ausschaffung einer 17-jährigen Serbien wird der Chef des Amtes bedroht. © Tagblatt
Nachdem die 17-jährige Serbin Marija Milunovic ausgeschafft wurde, erhielt der Chef vom St.Galler Migrationsamt Drohungen. Nun hat er Strafanzeige eingereicht.

Der Leiter des St.Galler Migrationsamts René Hungerbühler wurde nach der Ausschaffung von Marija Milunovic  mit dem Tod bedroht. Gemäss «Blick-Online» bekommt er täglich E-Mails mit Beschimpfungen und Drohungen. Ebenso beleidigen ihn Menschen öffentlich in sozialen Netzwerken. Milunovic wurde am Dienstag nach Serbien ausgeschafft.

Amt steht hinter dem Entscheid

Hungerbühler und das Amt stehen hinter dem Entscheid im Fall Marija, wie der «Blick-Online» schreibt. «Die Nichterteilung der Aufenthaltsbewilligung, die Wegweisung und die Ausschaffung waren verhältnismässig und rechtmässig. Dies haben verschiedene voneinander unabhängige Gerichte bestätigt.»

Marija sitzt bereits im Flugzeug.

Marija Milunovic hatte in der Schweiz grosse Unterstützung. Sie wurde am Dienstag nach Serbien ausgeschafft. zVg

Staatsanwaltschaft ermittelt

Am Freitag hat Hungerbühler Strafanzeige bei der St.Galler Staatsanwaltschaft eingereicht: «Es ist unser Job, solche Situationen zu meistern. Jedoch gehen einem solche Drohungen schon nahe und sind eine klare Grenzüberschreitung, die in einem Rechtsstaat nicht hingenommen werden können», wird er im Blick zitiert.

Hanspeter Krüsi bestätigt gegenüber FM1Today den Eingang der Strafanzeige: «Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mehrere Personen wegen Drohungen.» Die Personen würden nächstens von der Staatsanwaltschaft vorgeladen.

 

(red)


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