EFG und BSI erhoffen sich von IT-Zusammenlegung hohe Synergien

EFG übernimmt - wie seit Februar bekannt - die Tessiner Privatbank BSI. Von der IT-Zusammenlegung erhoffen sich die Banken hohe Synergien.
EFG übernimmt - wie seit Februar bekannt - die Tessiner Privatbank BSI. Von der IT-Zusammenlegung erhoffen sich die Banken hohe Synergien. © KEYSTONE/WALTER BIERI
Die beiden Privatbanken EFG International und BSI erhoffen sich von ihrem Zusammenschluss hohe Synergien. Den Löwenanteil an den Einsparungen soll die IT beitragen. So soll die IT-Plattform der Tessiner Privatbank BSI auf jene von EFG migriert werden.

Allein dadurch sollen die Kosten bis 2019 um 100 Millionen Franken gesenkt werden können, wie die beiden Banken am Donnerstag an einer Telefonkonferenz bekanntgaben.

Das ist mehr als die Hälfte aller erwarteten Einsparungen. Weitere Synergien sollen sich durch die Vereinfachung der Unternehmensstruktur, ein effizienteres Front Office, die Zentralisierung von Prozessen und Skaleneffekte ergeben.

Insgesamt rechnen die beiden Banken – wie bereits bekannt – vor Steuern mit Kostensynergien von 185 Millionen Franken. Gemäss Planung dürften diese ab 2019 voll wirksam werden.

Zunächst kostet die Fusion jedoch Geld: Bis Ende 2018 rechnen die Banken mit Kosten von rund 200 Millionen Franken. Rund 35 Prozent der Kosten sollen im laufenden Jahr anfallen, 50 Prozent im kommenden und 15 Prozent im 2018.

Ab 2018 dürfte sich die Fusion gemäss Planung unter dem Strich positiv auswirken: Ab dann soll sie den Gewinn pro Aktie wachsen lassen, ab 2019 sogar im zweistelligen Bereich.

EFG-Chef Joachim Straehle sagte an der Telefonkonferenz, das Marktumfeld dürfte in den kommenden Jahren schwierig bleiben. Es sei daher gut, wenn man den Gewinn über tiefere Kosten steigern könne.

Er sagte, es seien bereits erste Effekte des Zukaufs bemerkbar. Die Leute hätten viel mehr Interesse an der Bank. So erhalte man nun bei Stellenausschreibungen mehr Bewerbungen. Insgesamt werde es für Mitarbeiter und Kunden von Vorteil sein, unter den Schweizer Privatbanken zur Nummer 5 aufzusteigen.

(SDA)


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