Ein Bauernhof für asylsuchende Kinder

Ein Spielzeug-Bauernhof für asylsuchende Kinder.
Ein Spielzeug-Bauernhof für asylsuchende Kinder. © pd
Lachende Kindergesichter und funkelnde Augen – Geschenke sorgen bei Kindern immer für Freude, ganz besonders, wenn sie sonst nichts haben. Die Micarna schenkte dem Asylzentrum Sonnenberg in Vilters einen Spielzeug-Bauernhof.

Den eigenen Bauernhof führen, Traktor fahren und Kühe auf die Weide treiben. Dinge, die asylsuchenden Kindern in der Schweiz wohl völlig fremd sind. Mit ihrer eigenen kleinen Spielfarm können die Kinder dem Schweizer Bauern-Brauchtum etwas näher kommen. Der Spielzeug-Bauernhof ist 30 Quadratmeter gross und kann auch betreten werden.

Gute Spielmöglichkeit für den Winter

«Im Sommer können sich die Kinder im Sonnenberg draussen austoben, für den Winter hatten wir bis jetzt nur wenige Spielsachen und mit diesen haben die Kinder oft alleine auf ihren Zimmern gespielt», sagt Friederike Jerger, stellvertretende Zentrumsleiterin. Die Spielfarm bringe auch Kindern aus unterschiedlichen Ländern zusammen. Im Asylzentrum Sonnenberg leben rund 60 Asylsuchende, darunter auch Familien mit Kindern. «Kaum stand die Spielfarm, wurde sie gleich von den Kindern in Beschlag genommen», sagt Roland Pfister, Leiter Kommunikation der Micarna.

Kinder lernen mit Baurnhof auch deutsch

Der Bauernhof soll nicht nur zum Spielen dienen. Die Kinder sollen dadurch auch ihre Deutsch-Kenntnisse verbessern. Die Kinder kämen aus unterschiedlichen Kulturen mit verschiedenen Sprachen. Eines hätten sie jedoch gemeinsam und dass sei die Herausforderung sich an einem neuen Ort heimisch zu fühlen und neue Freunde zu finden. «Deutsch ist die zentrale Sprache bei uns», sagt Friederike Jerger, «sie verbindet alle Asylsuchenden und ist die Umgangssprache der Kinder.»

Der Bauernhof der Micarna sei in den letzten drei Jahren in der gesamten Schweiz herumgereist und stand in über 60 Migros-Filialen. Nun hat er in Vilters ein permanentes Zuhause gefunden.

(red.)

 

 


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