«Ein familiäres und charmantes Festival»

Von Laurien Gschwend
Hochstimmung am Samstagnachmittag am «Sur Le Lac» in Eggersriet.
Hochstimmung am Samstagnachmittag am «Sur Le Lac» in Eggersriet. © FM1Today/Laurien Gschwend
An diesem Wochenende haben rund 2000 Personen in Eggersriet das zehnte «Sur Le Lac» gefeiert. Sie waren sich einig: An diesem kleinen, aber feinen Openair bestechen vor allem die Sicht auf den Bodensee und die familiäre Stimmung.

«Hier oben mag ich vieles, zum Beispiel das Licht, die wunderbare Aussicht und die Bars mit ihren leckeren Cocktails», sagt die 25-jährige Michelle aus St.Gallen. Unter der experimentellen Musik habe sie schon einige Perlen entdecken können – «ich bin aber vor allem wegen der Leute hier».

«Die Leute sind glücklich und zufrieden»

Die 24-jährige Jamina aus Mörschwil ist zum ersten Mal am Eggersrieter Openair. «Es ist hier so idyllisch. Die Leute sind angenehm, alle wirken glücklich und zufrieden. Da fühlt man sich automatisch wohl.»

Lilian aus St.Gallen findet, das «Sur Le Lac» sei «nicht so kommerziell, dafür gemütlich und familiär». «Ich freue mich jedes Jahr auf dieses Festival», schwärmt die 24-Jährige.

Ihr Freund Kaito ist von Genf nach Eggersriet gereist. «Die Ambiance ist hier sehr cool, ich mag kleine Festivals lieber als grosse.» Etwas fehlt dem 29-Jährigen aber: «Ich vermisse die Sonne.»

Mehr Charme als das OASG?

Dalia teilt Kaitos Meinung: «Festivals wie das ‹Sur Le Lac› haben meiner Meinung nach mehr Charme als das OpenAir St.Gallen», sagt die 24-jährige St.Gallerin. Was die Musik angeht, könne Eggersriet aber nicht mithalten.

Laut Pascal Frei, Programmleiter am «Sur Le Lac», gab es am Festival keine Zwischenfälle. «Wir sind extrem zufrieden mit der zehnten Ausgabe.» Habe es am Freitagabend noch geregnet, sei der Samstagabend glücklicherweise trocken verlaufen.

Verlängertes Festival

In diesem Jahr fand das «Sur Le Lac» erstmals an zwei Tagen statt – zusätzlich zum Samstag standen bereits am Freitag Acts wie der Rheintaler Musiker Crimer auf der Bühne. Man könne sich grundsätzlich vorstellen, das Festival auch in Zukunft an zwei Tagen zu organisieren, sagt Frei. Das Organisationskomitee werde noch darüber beraten.

Knapp 300 Helferinnen und Helfer hätten die rund 2000 Besucherinnen und Besucher bewirtet. «Manche haben eine Woche Ferien genommen, andere haben fünf oder sechs Stunden den Bierstand bedient.» Gourmet-Burger und Falafel seien schnell ausverkauft gewesen, «das ist immer ein gutes Zeichen», meint Frei.

«Wir sind zusammen gewachsen»

Während der letzten zehn Jahre habe sich viel verändert, vor allem hinter der Bühne sei alles professioneller geworden. Man sei zusammen gewachsen – nicht, was die Zahlen anbelange, sondern die Erfahrung. «Es vertreten aber immer noch die gleichen Leute die gleichen Ideale. Schlussendlich ist also doch nicht so viel anders als zu Beginn.»


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