Ein Flohmarkt, der keiner ist

Von Laurien Gschwend
Am Samstag findet die Sommerausgabe von "Cash for Trash" statt.
Am Samstag findet die Sommerausgabe von "Cash for Trash" statt. © Facebook/Cash for Trash
Am Samstag ist wieder “Cash for Trash” in der Lokremise in St.Gallen. Ein Flohmarkt, der eigentlich gar kein Flohmarkt ist. Zwei Aussteller erzählen, warum sie dabei sind. 

Mit “Trash” hat der Markt in der Lokremise in St.Gallen ziemlich wenig zu tun. Im Gegenteil: Der Event bietet Schweizer Designern die Plattform, um ihre Kreationen an die Frau oder den Mann zu bringen. Unter den jungen Talenten sind Luani Knöpfel und Caspar Wehrle. Das St.Galler Paar stellt selber Schmuckstücke her und hat das Start-up “Águas da Lua” gegründet. “Ich beschäftige mich neben dem Studium gerne mit Schmuck, und Caspar wollte schon immer ein Unternehmen gründen”, sagt Luani. So sind die beiden auch geschäftlich zu Partnern geworden.

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Luani und Caspar vom Label “Águas da Lua” auf ihrer Reise durch Indien. © zvg

“Wie ein Kind an Weihnachten”

Der “Cash for Trash”-Markt bietet die erste Gelegenheit für die Unternehmer, um ihre eigene Kollektion zu präsentieren. Etwas nervös sind Luani und Caspar schon. “Ich fühle mich wie ein Kind an Weihnachten”, sagt Caspar. Man wisse ja nicht genau, was einen erwarte, und wie das Label bei der Öffentlichkeit ankomme.

Ein Kettchen des Labels "Águas da Lua".

Ein Kettchen des Labels “Águas da Lua”. © zvg

“Águas da Lua” heisst übersetzt Mondwasser. Das Material zur Herstellung der Schmuckstücke beziehen die Jungunternehmer aus Indien. “Das Land ist berühmt für seinen Silberschmuck und die geschliffenen Steine”, schwärmt Luani. Während der Semesterferien ist das Paar nach Jaipur gereist, um mit den Lieferanten Kontakte zu knüpfen. Ein besonderes Augenmerk haben die Designer dabei auf Fairness gelegt.

Keine Brillenschlange sein

Auch Christina Oswald, Geschäftsführerin bei “VIU” in St.Gallen, freut sich auf den “Cash for Trash”-Markt. Bereits bei der letzten Edition des Events hat sie ihre modischen Brillen ausgestellt. “Es hat mega Spass gemacht, und deshalb freue ich mich auch auf diese Ausgabe”, sagt sie. “VIU”-Brillen werden in Zürich entworfen und im Südtirol hergestellt. Das Credo des Schweizer Labels: Cool aussehen, die Brille als Accessoire tragen und keine Brillenschlange sein.

Christina Oswald (rechts) und eine Mitarbeiterin im "VIU"-Store in St.Gallen. © FM1Today/Lilian Wehrle

Christina Oswald (rechts) und eine Mitarbeiterin im “VIU”-Store. © FM1Today/Lilian Wehrle

An Samstag,den  27. August, kannst du zwischen 11 und 18 Uhr am “Cash for Trash” stöbern. Dazu gibt es Getränke und Snacks im Korea-Style. Der Event findet in der Rondelle der Lokremise in St.Gallen statt und geht zum neunten Mal über die Bühne. Der Eintritt kostet fünf Franken.


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