Ein Kühlschrank voller Gratisessen

Katja Schulthess, Priska Züst und Stefan Junker vor dem Kühlschrank im Lachenquartier.
Katja Schulthess, Priska Züst und Stefan Junker vor dem Kühlschrank im Lachenquartier. © SGT/Ralph Ribi
Zwei Millionen Tonnen Lebensmittel wandern in der Schweiz jedes Jahr in den Abfall. Gegen diese erschreckend grosse Zahl kämpft das Projekt RestEssBar in St.Gallen. In ein paar Wochen soll es losgehen mit einem Kühlschrank im Lachenquartier.

In Winterthur gestartet und bereits in mehreren Schweizer Städten erfolgreich ist das Projekt RestEssBar. Das Prinzip ist einfach: Freiwillige Helfer sammeln bei Lebensmittelläden und Restaurants Obst und Gemüse ein, welches zwar im Abfall landen würde, aber noch geniessbar ist. Die Lebensmittel wandern dann in einen öffentlich zugänglichen Kühlschrank mit einem Zahlenschloss. Wer Zugang möchte, fordert beim Verein einfach den Code an.

Dritter Standort der Ostschweiz

In Frauenfeld und Kreuzlingen gibt es bereits Ableger. Im St.Galler Lachenquartier steht nun die erste RestEssBar des Kantons St.Gallen kurz vor der Eröffnung, wie das Tagblatt berichtet.

Initiantin ist die 23-jährige Katja Schulthess. Die angehende Hebamme will mit dem Projekt RestEssBar gegen die Lebensmittelverschwendung vorgehen und gleichzeitig Menschen ohne grosse finanzielle Mittel etwas Guten tun.

Intensive Vorbereitung

“Das Projekt auf die Beine zu stellen war sehr zeitintensiv, und am Anfang lief es ein wenig harzig”, sagt Stefan Junker, ein weiterer Unterstützer der Idee, gegenüber dem Tagblatt. Es waren Gespräche mit allen möglichen Ämtern der Stadt und der Polizei nötig. Und es mussten Grossverteiler, Geschäfte und Restaurants informiert werden.

Der WWF hat schliesslich den Kühlschrank gesponsert und die Caritas stellt den Standort zur Verfügung. In zwei, drei Wochen soll der Kühlschrank dann das erste Mal gefüllt werden.

(red)


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