Ein Popstar der Wissenschaft

Stephen Hawking mit den Darstellern der US-Sitcom «The Big Bang Theory».
Stephen Hawking mit den Darstellern der US-Sitcom «The Big Bang Theory». © Twitter/The Big Bang Theory
Stephen Hawking zählte zu den grössten Wissenschaftlern unserer Zeit. Doch der Physiker und Mathematiker liebte nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Popkultur. Deshalb hatte er in verschiedenen Serien immer wieder Gastauftritte.

Am Mittwochmorgen ist Stephen Hawking – eines der grössten Genies unserer Zeit – im Alter von 76 Jahren gestorben. Die Fachwelt schätzte Hawking wegen seiner Theorien zum Ursprung des Kosmos und zu Schwarzen Löchern. «Ich möchte das Universum ganz und gar verstehen», sagte er einmal. «Ich möchte wissen, warum es so ist, wie es ist, und warum es überhaupt existiert.» Sein 1988 erschienenes Buch «Eine kurze Geschichte der Zeit» machte ihn auch bei Laien populär.

Auftritte in verschiedenen TV-Serien

Doch sein Vermächtnis geht weit über seine wissenschaftlichen Publikationen hinaus. Weil Hawking nicht nur ein leidenschaftlicher Wissenschaftler war, sondern auch ein Fan der Popkultur, hatte er – oder seine Zeichentrickfigur – auch mehrere Gastauftritte in bekannten Serien. Mehrmals war Hawking in «Die Simpsons» zu sehen. In dieser Szene trinkt er gemeinsam mit Homer Bier in Moes Taverne und Homer präsentiert ihm seine Idee eines donutförmigen Universums. Hawking findet Gefallen an dieser Vorstellung und meint, dass er die Idee vielleicht klauen wird.

In den vergangenen Jahren hatte Stephen Hawking auch immer wieder Gastauftritte in der US-amerikanischen Sitcom «The Big Bang Theory». In dieser Szene trifft der Physiker Sheldon Cooper erstmals auf sein grosses Idol und ist deswegen völlig aus dem Häuschen. Als Stephen Hawking ihn jedoch auf einen Rechenfehler in seinen Berechnungen hinweist und meint, dass Sheldon da «ein grober Schnitzer» unterlaufen sei, fällt er in Ohnmacht.

Auch an Bord des Raumschiffs Enterprise war Stephen Hawking 1993 zu sehen. Er spielt mit Albert Einstein, Isaac Newton und Enterprise-Offizier Data Poker. Dabei macht sich Hawking über Naturforscher Newton lustig, der meint, die Physik erfunden zu haben.

Hawkings Leben wurde verfilmt

Während Hawking in diesen Serien immer sich selbst spielte, wurde der in der Verfilmung seines Lebens von Eddie Redmayne gespielt. «Die Entdeckung der Unendlichkeit» erzählt von Hawkings Ehe mit seiner Ex-Frau Jane Wilde und von seiner fortschreitenden, unheilbaren Muskel- und Nervenerkrankung. Hauptdarsteller Redmayne verkörperte den Astrophysiker so überzeugend, dass er dafür 2015 den Oscar als bester Hauptdarsteller bekam. «Gut gemacht Eddie, ich bin sehr stolz auf dich», schrieb Hawking nach der Verleihung auf Facebook.

Hawkings letzte Worte an die Welt

Kurz vor seinem Tod wandte sich Stephen Hawking in einer Audiobotschaft an die Menschheit. Diese wurde von der Universität Cambridge, bei der der Physiker einen Lehrstuhl innehatte, veröffentlicht. Seine letzten Worte gehen unter die Haut: «Erinnern Sie sich daran, nach oben zu den Sternen zu blicken – und nicht nach unten auf Ihre Füsse. Versuchen Sie, einen Sinn zu erkennen in dem, was Sie sind, und fragen Sie sich, was das Universum existieren lässt. Seien Sie neugierig!»

(red.)


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