Ein Schnaps-Bunker auf dem Kronberg

Verwaltungsratspräsident Markus Wetter zeigt uns seinen neuen Schnapsbunker
Verwaltungsratspräsident Markus Wetter zeigt uns seinen neuen Schnapsbunker © FM1Today
Die Kronberg Bergbahnen haben dem Bund einen alten Bunker für gerade mal einen Franken abgekauft. Dort, wo im Moment noch alte Feldbetten stehen, sollen schon bald Holzfässer mit einem feinen Destillat und Appenzeller Schinken eingelagert werden.

Mit der Kronbergbahn geht es zuerst auf den Gipfel. Vor lauter Nebel und Schneegestöber sieht man nicht einmal die entgegenkommende Gondel. Ein paar Meter von der Bergstation entfernt beginnt der Verwaltungsratspräsident der Kronbergbahnen, Markus Wetter, im Schnee herum zu buddeln. “Irgendwo hier muss es sein”, sagt er. Wir hätten besser eine Schaufel mitgenommen. Kurz darauf kommt eine metallene Tür zum Vorschein. Markus Wetter zückt einen Schlüssel und öffnet das Vorhängeschloss. Da unter uns ist er, der “Schnaps-Bunker”.

Spezialitäten vom Kronberg

Im Bunker sollen bereits dieses Jahr Schnapsfässer und Schinken eingelagert werden. “Für eine Bewilligung musste ich mehrmals beim Bund antraben”, erzählt Markus Wetter. Diese Fässer enthalten einen Schnaps der Appenzeller Alpenbitter AG. Was es genau für ein Destillat geben wird, ist aber noch geheim. Der Besitzer eines solchen Fasses kann jedes Jahr mit ein paar Begleitern nach seinem Fass sehen und etwas von seinem Schnaps degustieren. Dazu werden bei einem kleinen Apéro Häppchen, die ebenfalls im Bunker gelagert werden, aufgetischt. Was dieses Erlebnis-Paket kosten soll, ist noch nicht bekannt, es werden aber mehrere tausend Franken sein. Trotz des hohen Preises wurden bereits mehrere Fässer vorbestellt. “Jemand wollte unbedingt die Nummer 1, ein Anderer hat bereits seinen Jahrgang (87) bei mir reserviert”, sagt der Verwaltungsratspräsident.

Erlebnis steht im Mittelpunkt

Bis anhin ist der Kronberg mit seiner Sommerrodelbahn und dem Seilpark vor allem für Familien ein attraktives Ausflugsziel. Mit dem neuen “Genuss-Bunker” wird eine neue Zielgruppe ins Auge gefasst. “Das ist etwas ganz Feines und Spezielles für anspruchsvolle Geniesser”, meint Markus Wetter. Die ersten Speckschwarten wurden bereits erfolgreich im Bunker gelagert. “Der Test ist super verlaufen. Der Schinken war schon fast wie ein Parma-Schinken, so fein” schwärmt der Tüftler. Sobald der Schnee auf dem Kronberg geschmolzen ist, wird der Bunker “renoviert”. Die alten Feldbetten weichen Lagerregalen. Ausserdem soll die Stieg-Leiter durch einen Lift ersetzt werden. Das Flair des Bunkers soll aber erhalten bleiben.
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(fae)


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